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DAX SpaceX und Jobs als Lackmustest

Der DAX notiert knapp unter 25.000 Punkten. Schwache Chipwerte und der bevorstehende SpaceX-Börsengang belasten die Stimmung vor den US-Arbeitsmarktdaten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX verharrt unter 25.000 Punkten
  • Infineon und Chipwerte stark unter Druck
  • SpaceX-IPO als Stimmungstest für Risikokapital
  • US-Arbeitsmarktbericht entscheidet über Zinsperspektiven

Der DAX hält sich kurz vor dem US-Arbeitsmarktbericht stabil um die 25.000-Punkte-Marke — allerdings knapp darunter. Was die Stimmung trübt: Ausgerechnet der Technologiesektor, der den Markt zuletzt getragen hat, gerät unter Druck.

Chipwerte brechen weg

Infineon verliert heute weitere 6,6 Prozent — ein Ausverkauf, der sich durch den gesamten Halbleitersektor zieht. Ähnliche Abschläge gab es bereits in den USA, Japan und Südkorea. Der südkoreanische KOSPI, im Jahresverlauf zeitweise verdoppelt, verlor zeitweise 5 Prozent. Hinter den Gewinnmitnahmen steckt eine wachsende Skepsis: Wie viel KI-Begeisterung ist bereits eingepreist?

Genau diese Frage stellt der bevorstehende SpaceX-Börsengang in aller Schärfe. Das Argument: Die enormen Kapitalmengen, die in das IPO fließen könnten, werden dem Markt anderswo fehlen. Kein Wunder, dass Marktbeobachter die Platzierung als Gradmesser dafür sehen, wie viel Risikokapital nach Jahren der Technologierally noch mobilisierbar ist.

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NFP-Report entscheidet über Zinsangst

Am Nachmittag um 14:30 Uhr folgen die US-Arbeitsmarktdaten für Mai. Der Konsens liegt bei rund 85.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft — deutlich weniger als die 115.000 im April. Die Arbeitslosenquote wird bei 4,3 Prozent erwartet.

Die Fed hält den Leitzins derzeit in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Mehrere Notenbanker haben zuletzt Geduld angemahnt — einige schlossen sogar weitere Zinserhöhungen bei anhaltender Inflation nicht aus. Ein robust ausfallender Bericht würde die Renditen am US-Anleihemarkt weiter nach oben treiben und das Zinsgespenst zurückbringen. Schwächere Zahlen hingegen könnten neuen Spielraum für Zinssenkungsfantasien öffnen.

Dazu passt die Ausgangslage an der Frankfurter Börse: Scout24 gewinnt gut 4,5 Prozent und steht an der DAX-Spitze. Wacker Chemie dagegen verliert nach einer Verkaufsempfehlung der Citigroup rund 5 Prozent — die Bank sieht die Erwartungen im Halbleitergeschäft als überzogen an. Das Allzeithoch des DAX liegt bei 25.507 Punkten, erreicht Mitte Januar. Dieser Abstand wächst heute wieder etwas.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.