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Symbolbild, KI-generiert

DAX Software schlägt Halbleiter

SAP und Scout24 treiben den DAX, während Infineon nachgibt. Puma profitiert von China-Einstieg, Hochtief steigt in den Index auf.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SAP und Scout24 als Tagesgewinner
  • Infineon verliert nach KI-Rally
  • Puma-Aktie steigt dank China-Hoffnung
  • Hochtief ersetzt Porsche SE im DAX

Der DAX hat sich am Donnerstag von seinem schwachen Vortag erholt und zeitweise die 25.000-Punkte-Marke zurückerobert. Das Bild dahinter ist allerdings gespalten: Während Softwarewerte zulegen, gerät der KI-Hype an anderer Stelle ins Stocken.

Rotation weg von Halbleitern

SAP führte das Feld mit einem Plus von rund 4,7 Prozent an und stützte den Index allein durch sein Gewicht erheblich. Scout24 legte als zweitstärkster Wert gut 4,5 Prozent zu, nachdem Goldman Sachs das Papier mit „Buy“ und der Erwartung zweistelligen Gewinnwachstums eingestuft hatte.

Das Gegenbild lieferte Infineon. Die Aktie verlor mehr als 4 Prozent — ein deutlicher Rücksetzer, der sich aber relativiert: Im laufenden Jahr steht noch immer ein Plus von fast 124 Prozent zu Buche. Marktbeobachter sehen dahinter eine typische Rotation: Wenn Halbleiterwerte abgeben, wandert Kapital in Cloud- und Softwareunternehmen. Broadcom hatte in den USA mit seinem Ausblick nicht restlos überzeugt und damit etwas Luft aus der zuletzt euphorischen KI-Rally gelassen.

Puma war der überraschende Ausreißer nach oben mit einem Plus von 6,8 Prozent. Die Citigroup-Analystin Monique Pollard hob die mittelfristigen Wachstumschancen in China hervor, nachdem der chinesische Konzern Anta bei dem Sportartikelhersteller eingestiegen ist.

Neue Gesichter im DAX

Ab dem 22. Juni ändert sich die Zusammensetzung des Index. Hochtief steigt erwartungsgemäß auf, Porsche SE muss in den MDAX absteigen. Hochtief-Aktien gaben am Donnerstag leicht nach, haben sich aber innerhalb eines Jahres etwa verdreifacht. Der Konzern profitiert über seine US-Tochter Turner vom Rechenzentrum-Boom — und damit indirekt von denselben KI-Investitionen, die gerade die Halbleiterwerte auf Rekordkurs gebracht hatten.

Geopolitisch bleibt die Lage im Iran-Krieg ein latenter Belastungsfaktor. Israel und Libanon haben einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe gestartet, was die Ölpreise drückte und zumindest kurzzeitig für Entspannung sorgte. Das Allzeithoch des DAX vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt damit vorerst nicht näher.

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