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Symbolbild, KI-generiert

DAX: Schwacher Start vor Nvidia-Woche

Der DAX fällt unter 26.100 Punkte, während Anleger auf Nvidia-Zahlen, Iran-Sanktionen und das Jackson-Hole-Treffen blicken. Charttechnisch bleibt der Aufwärtstrend intakt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX verliert zum Wochenstart
  • Nvidia-Quartalszahlen am Mittwoch erwartet
  • US-Sanktionen gegen Iran verschärft
  • Aufwärtstrend charttechnisch intakt

Der DAX rutscht zum Wochenauftakt unter die Marke von 26.100 Punkten und knüpft damit an die Verlustserie der Vorwoche an. Nach der kurzen Stabilisierung am Freitag verliert der Leitindex am Montagmorgen rund 0,3 Prozent auf 26.072 Punkte. Die Marke von 26.000 Punkten bleibt vorerst intakt, ebenso die 21-Tage-Linie als kurzfristiger Trendindikator.

Richtig ruhig wird die Woche trotzdem nicht. Gleich drei Ereignisse könnten die Märkte in Bewegung bringen: die Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch, die Verschärfung der US-Sanktionen gegen den Iran und das Notenbanktreffen in Jackson Hole zum Wochenende. Marktbeobachter sehen in jedem dieser Termine für sich das Potenzial, neue Unruhe auszulösen.

Anleihemarkt und Iran-Sanktionen belasten die Stimmung

Am US-Anleihemarkt hat sich die jüngste Entspannung als kurzlebig erwiesen. Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, verstärkt langlaufende Anleihen zurückzukaufen, konnte die Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der US-Verschuldung nicht zerstreuen.

Die US-Schulden wuchsen im vergangenen Jahr um rund 3,0 Billionen Dollar, die langfristigen Zinsen erreichten damit ein Niveau wie zuletzt vor der Finanzkrise 2008. Die Zurückhaltung von Fed-Chef Warsh bei Prognosen sorgt zusätzlich dafür, dass Anleiheinvestoren höhere Renditen als Risikoausgleich verlangen.

Auf der geopolitischen Seite verschärfen die USA ihren Kurs gegenüber dem Iran mit harten Wirtschaftssanktionen statt militärischer Drohgebärden. Brisant für die Aktienmärkte sind dabei vor allem angedrohte Sekundärsanktionen gegen Drittstaaten, die weiterhin mit Teheran Geschäfte machen — das rückt auch die ohnehin angespannten US-chinesischen Handelsbeziehungen wieder in den Fokus. Details dazu werden im Tagesverlauf von einer Rede des US-Finanzministers erwartet.

Technologiewerte zählen zu den größeren Verlierern des Tages. Die milliardenschwere Kapitalerhöhung von Alibaba zur Finanzierung von KI-Investitionen hat Anlegern erneut vor Augen geführt, wie kapitalhungrig der Sektor bleibt. Deutsche Werte wie Infineon, SAP und Aixtron geben um etwa ein Prozent nach.

Charttechnik zeigt Aufwärtstrend trotz Konsolidierung

Aus technischer Sicht bleibt das Bild differenziert. Der übergeordnete Aufwärtstrend, der am 12. August im Allzeithoch bei rund 26.581 Punkten gipfelte, ist intakt — die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Tage liefern weiterhin Kaufsignale. Die Konsolidierung der vergangenen Handelstage könnte die Basis für eine Fortsetzung der Rally legen, sofern der Index über das Tagestief vom 17. August bei 26.332 Punkten steigt.

Fällt der DAX dagegen nachhaltig unter die Unterstützung bei 25.295 Punkten, wäre das Long-Szenario nach charttechnischer Lesart hinfällig. Bis dahin bewegt sich der Index nach Einschätzung von Marktbeobachtern in einer Spanne zwischen etwa 25.950 und 26.200 Punkten — mit Nvidia, Iran-Sanktionen und Jackson Hole als den drei Variablen, die diese Spanne in beide Richtungen sprengen könnten.

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Diskussion zu DAX

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.