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Symbolbild, KI-generiert

DAX: SAP zieht den Index Richtung Rekord

SAP-Sprung und Rüstungsaufträge beflügeln den DAX, der sich seinem Rekord nähert. Norma kündigt Aktienrückkauf an, Energiekontor senkt Prognosen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SAP-Aktie springt über fünf Prozent
  • Rheinmetall erhält Großauftrag aus Dänemark
  • Talanx hebt Gewinnprognose an
  • Energiekontor kassiert Jahresziele ein

Der DAX steuert zum Wochenschluss erneut auf sein Rekordhoch zu. Der Leitindex legt um 0,6 Prozent auf 26.459 Punkte zu und nähert sich damit wieder der Bestmarke von 26.573 Punkten, die erst am Mittwoch aufgestellt wurde. Im laufenden Monat steht bereits ein Plus von mehr als drei Prozent zu Buche — bemerkenswert für einen August, der saisonal eigentlich als schwach gilt.

Zugpferd des Tages ist SAP. Die Aktie springt um mehr als fünf Prozent nach oben und ist damit der beste DAX-Wert der vergangenen vier Wochen. Auslöser sind Berichte, wonach der Finanzinvestor Silver Lake über eine milliardenschwere Übernahme des US-Softwareanbieters Workday verhandelt.

Am Markt wird das auch als Signal gelesen, dass die zuletzt unter KI-Konkurrenzsorgen gelittenen Bewertungen von Softwarekonzernen einen Boden gefunden haben — auch andere Branchenwerte wie Nemetschek und TeamViewer ziehen deutlich an.

Rüstung und Versicherer liefern zusätzlichen Schub

Auch Rheinmetall gewinnt mehr als fünf Prozent, gestützt von einem frisch vermeldeten Großauftrag aus Dänemark für ein Schiffsschutzsystem im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Branchenstimmung im Rüstungssektor hellt sich bereits seit Mitte Juli auf.

Talanx liefert mit seinen Halbjahreszahlen ebenfalls Rückenwind. Der Versicherer hebt seine Gewinnprognose für das laufende Jahr an und rechnet nun mit einem Konzernergebnis „deutlich über“ 2,7 Milliarden Euro, nach zuvor rund 2,7 Milliarden Euro. Die Aktie zieht um rund fünf Prozent an.

Norma und Energiekontor als Gegenpole

Bei den Nebenwerten sorgt die Norma Group für Aufmerksamkeit: Das Unternehmen will bis zu 9,3 Millionen eigene Aktien zu 22,35 Euro je Aktie zurückkaufen — ein Angebot, das deutlich über dem Kurs vor der Ankündigung liegt.

Vorstandschefin Birgit Seeger bezeichnete das zweite Rückkaufprogramm als Abschluss der angekündigten Kapitalrückführung, nachdem im Frühjahr bereits ein erstes Programm über rund 53 Millionen Euro beendet wurde. Die Aktie legt zweistellig zu.

Auf der Verliererseite steht Energiekontor. Nur Stunden nachdem der Wind- und Solarparkentwickler seine Jahresziele noch bestätigt hatte, kassierte das Unternehmen sie am Donnerstagabend wieder ein. Grund sind Verzögerungen bei Netzanschlüssen mehrerer schottischer Windparkprojekte. Die Aktie bricht um rund 15 Prozent ein — das ungewöhnliche Timing der Kurskorrektur wird von Analysten der DZ Bank als „schwer nachvollziehbar“ kritisiert.

Makroökonomisch bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus ein Unsicherheitsfaktor, nachdem in der Nacht zwei Schiffe des Ölkonzerns Adnoc angegriffen wurden. Die Hoffnung auf eine Zinspause der US-Notenbank gleicht diese Risiken derzeit aus und stützt die Kauflaune der Investoren.

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