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DAX: SAP treibt Kurse an

Der DAX steigt dank geopolitischer Entspannung und starkem Ifo-Geschäftsklima. SAP führt die Gewinnerliste an, während Fuchs unter Druck bleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX steigt um 1,5 Prozent
  • Ölpreis fällt um acht Prozent
  • Ifo-Geschäftsklima verbessert sich
  • SAP-Aktie legt über fünf Prozent zu

Eine Nacht ohne neue Angriffe im Nahost-Konflikt reicht am Montag aus, um dem DAX ordentlich Schub zu geben. Der Index springt um 1,52 Prozent auf 25.471,92 Punkte und nähert sich damit wieder seinem Rekordhoch von 25.900 Punkten aus Anfang Juli. Der Auslöser liegt nicht in Frankfurt, sondern zwischen Washington und Teheran.

Ölpreis-Rutsch als Kurstreiber

Die USA haben ihre Angriffe auf den Iran für eine zweite Nacht in Folge ausgesetzt, Teheran verzichtete im Gegenzug auf Vergeltungsschläge. Zuvor hatten die Amerikaner 13 Nächte in Serie Ziele im Iran attackiert. Berichten zufolge sondiert Pakistan aktuell Möglichkeiten für neue Gespräche zwischen beiden Staaten.

Die Entspannung schlägt sich sofort im Ölpreis nieder: Brent-Rohöl fällt auf 84,91 Dollar je Barrel, ein Rückgang von mehr als 8 Prozent. Für Fluggesellschaften ist das ein direkter Kostenvorteil — Lufthansa, TUI und Fraport verteuern sich um bis zu 3 Prozent.

Ifo-Klima stützt zusätzlich

Parallel zur geopolitischen Entlastung liefert die Konjunktur positive Signale. Das Ifo-Geschäftsklima steigt im Juli auf 86,6 Punkte — den höchsten Wert seit fünf Monaten und den dritten Anstieg in Folge. Die Erwartungskomponente springt deutlich von 84,3 auf 86,7, während die Einschätzung der aktuellen Lage von 87,0 auf 86,5 leicht nachgibt.

Ifo-Präsident Clemens Fuest wertet die Entwicklung trotz der Unsicherheit am Persischen Golf als Zeichen nachlassenden Pessimismus. Ökonomen sehen darin zwar noch keinen Aufschwung, aber eine gewisse Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Einzelwerte: SAP an der Spitze, Fuchs unter Druck

Im DAX gibt es klare Tagesgewinner und -verlierer:

  • SAP rallyt um 5,2 Prozent und führt den Index an
  • Zalando legt knapp 4 Prozent zu
  • Continental, Adidas, Deutsche Bank, Commerzbank und Fresenius gewinnen jeweils 2 bis 3 Prozent
  • Siemens steigt rund 1,5 Prozent nach der Integration neuer Nvidia-KI-Software in sein Intelligence Center X
  • Hochtief verliert vor den eigenen Quartalszahlen am Nachmittag knapp 3 Prozent

Halbleiterwerte wie Infineon profitieren zudem vom spektakulären Börsendebüt des chinesischen Speicherchip-Herstellers CXMT, dessen Aktie am ersten Handelstag zeitweise auf mehr als das Fünffache schoss. Auf der Verliererseite steht Fuchs: Die Streichung einer Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank drückt den Kurs um 2,8 Prozent. RWE gibt 1,6 Prozent nach, E.ON, BASF, Symrise und Henkel notieren ebenfalls leicht im Minus.

Der MDAX zieht um 1,11 Prozent auf 32.320 Punkte an, der EuroStoxx 50 legt um 1,3 Prozent zu.

Ab Dienstag läuft die Berichtssaison in Deutschland unter Volldampf. Nach den Hochtief-Zahlen am Nachmittag richtet sich der Blick der Anleger in den kommenden Tagen auf weitere Quartalsberichte großer DAX-Konzerne — ein Test dafür, ob die aktuelle Rekordnähe fundamental unterlegt ist.

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Diskussion zu DAX

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.