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DAX Rüstung bremst, Ifo tröstet

Rheinmetall-Kurssturz und schwache Halbleiterwerte drücken den DAX unter die 21-Tage-Linie. Der Ifo-Index gibt leichten Halt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rheinmetall verliert rund 13 Prozent
  • Chipwerte unter Druck nach KI-Zweifeln
  • Ifo-Geschäftsklima steigt leicht an
  • DHL leidet unter schwachen FedEx-Zahlen

Rheinmetall reißt den DAX mit nach unten — und der Chipsektor liefert gleich noch eine zweite Baustelle. Zur Wochenmitte zeigt sich das deutsche Börsenbarometer deutlich unter Druck, fällt dabei auch unter die 21-Tage-Linie bei rund 24.840 Punkten und entfernt sich weiter von der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke.

Rheinmetall unter schwerem Beschuss

Der Rüstungskonzern bricht um rund 13 Prozent ein — mit Abstand die größte Einzelbelastung im Index. Auslöser sind Berichte, wonach Deutschland einen milliardenschweren Bundeswehr-Auftrag für den Bau von Fregatten nicht an Rheinmetall, sondern an den Schiffbauer TKMS vergeben will. TKMS profitiert entsprechend und verzeichnet kräftige Kursgewinne. Für den DAX-Gesamtindex wiegt der Einbruch beim Rüstungsriesen schwer — Rheinmetall gehörte in den vergangenen Monaten zu den stärksten Indexstützen.

Parallel hält die Korrektur im Technologiesegment an. Am Vortag hatte der Philadelphia Semiconductor Index fast 8 Prozent verloren, nachdem Berichte über eine gedrosselte KI-Chip-Produktion in Südkorea Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Rally geschürt hatten. Auch europäische Halbleiterwerte bekamen dies zu spüren. Nun warten Anleger auf die Quartalszahlen von Micron Technology, die nach US-Börsenschluss erwartet werden — ein erster echter Stresstest für die hochgesteckten Erwartungen im KI-Sektor.

Ifo-Daten: Licht am Ende des Tunnels

Etwas Gegengewicht liefert der Ifo-Geschäftsklimaindex. Er stieg im Juni um 0,6 Punkte auf 85,6 Zähler — minimal besser als von Analysten erwartet. Es ist der zweite Anstieg in Folge nach den Dämpfern durch den Iran-Krieg. Rückläufige Ölpreise, befeuert durch Fortschritte in den US-iranischen Verhandlungen, entlasten Unternehmen spürbar. Die Stimmung verbesserte sich in allen Wirtschaftsbereichen, besonders im Dienstleistungssektor und im Verarbeitenden Gewerbe. Allerdings warnte die Deutsche Bank, dass die geopolitische Entspannung noch nicht vollständig in den Erwartungen der Unternehmen angekommen sei.

Auch die DHL-Aktie gerät unter Druck: Enttäuschende Zahlen des US-Konkurrenten FedEx — insbesondere beim Margenprofil — lassen Rückschlüsse auf die globale Logistiknachfrage zu und belasten den Kurs.

Entscheidend für die nächsten Handelsstunden wird die Reaktion auf die Micron-Zahlen. Fallen sie schwach aus, dürfte der Druck auf Tech-nahe DAX-Werte wie Infineon weiter zunehmen — und das Allzeithoch vom Januar bei 25.507 Punkten rückt noch weiter in die Ferne.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.