Startseite » DAX » DAX: Rücksetzer nach Allzeithoch
Symbolbild, KI-generiert

DAX: Rücksetzer nach Allzeithoch

Der DAX verlor 0,9 Prozent auf 26.021,78 Punkte. Steigende Ölpreise, Inflationsängste und saisonaler Gegenwind belasteten den Monatsauftakt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leitindex rutschte zeitweise unter 26.000 Punkte
  • Ölpreisanstieg schürte Inflations- und Zinsängste
  • Vorherige DAX-Rekordserie zunächst unterbrochen
  • September brachte selten positive Monatsbilanzen

Schwacher September-Auftakt durch Ölpreis und Zinssorgen

Der deutsche Leitindex hat den Start in den neuen Börsenmonat September mit Verlusten begonnen. Nachdem das Barometer gestern im Tagesverlauf zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten rutschte, beendete der DAX den Handelstag mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 26.021,78 Punkten. Damit knüpfte der Markt an die bereits zu Wochenbeginn beobachtete Schwäche an.

Als maßgebliche Auslöser für den Abgabedruck am gestrigen Dienstag gelten laut Reuters die anziehenden Ölpreise sowie die damit einhergehende Aussicht auf eine steigende Inflation. Diese Entwicklung nährt Befürchtungen am Markt, dass die Zentralbanken die Zinsen länger auf einem hohen Niveau halten oder sogar weiter anheben könnten.

Medienberichten zufolge führten diese Sorgen zu einer defensiven Reaktion der Anleger, die sich verstärkt von risikoreicheren Anlagen trennten. Parallel dazu berichteten das Handelsblatt und n-tv von Gewinnmitnahmen und Inflationssorgen, da Investoren nach der jüngsten Rallye vorsichtiger agierten.

Rekordjagd der Vorwoche vorerst beendet

Der aktuelle Rücksetzer markiert eine Zäsur zum Geschehen der vergangenen Woche. Erst am Freitag hatte der DAX ein neues Allzeithoch markiert und schloss bei 26.569 Punkten, wobei im Tagesverlauf mit 26.618,74 Punkten ein Rekordwert erreicht wurde.

Dieser Ausbruch über das frühere Rekordhoch von 26.573,50 Zählern wurde laut Tagesschau maßgeblich von robusten deutschen Konjunkturdaten getragen, die bereits am 25. August für neuen Schwung gesorgt hatten.

Zuvor hatte der Index eine volatile Phase durchlaufen. Nach einer viertägigen Verlustserie bis zum 20. August, bei der das Barometer zeitweise auf 25.983 Punkte abrutschte, gelang am 21. August zunächst eine Stabilisierung oberhalb der 26.000er-Marke. Der jüngste Abwärtstrend zeigt jedoch, dass die Unterstützung in diesem Bereich durch die veränderte Nachrichtenlage bei den Energiepreisen und der Zinspolitik erneut auf die Probe gestellt wird.

Experten warnen vor saisonalem Gegenwind

Zusätzlich zur fundamentalen Nachrichtenlage belastet die historische Saisonalität die Stimmung auf dem Parkett. Thomas Altmann vom Analysehaus QC Partners verwies im Handelsblatt darauf, dass der September traditionell ein schwieriger Monat für Aktienanleger sei. Die Daten der letzten sechs Jahre unterstreichen diese Einschätzung: In diesem Zeitraum gelang dem DAX im September lediglich ein einziges Mal eine positive Monatsbilanz.

Trotz der aktuellen Verluste bleibt das technische Bild vorerst stabil. Der Index notiert mit einem Abstand von 1,5 Prozent weiterhin über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage. Anleger beobachten nun genau, ob sich der Leitindex oberhalb dieser Unterstützung halten kann oder ob die Kombination aus Inflationssorgen und saisonalem Gegenwind zu einer tiefergehenden Korrektur führt.

Anzeige

DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu DAX

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.