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Symbolbild, KI-generiert

DAX: Rohstoff- und Anleihegegenwind drückt Index ins Minus

Höhere Energiepreise und Anleiherenditen belasteten den DAX, während deutsche Institute ihre Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent anhoben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leitindex schloss 0,6 Prozent tiefer
  • Ifo-Klima stieg zum fünften Mal
  • Institute verdoppelten Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent
  • Brent-Öl blieb über 100 US-Dollar

Gegenwind von den Rohstoff- und Anleihemärkten hat den deutschen Aktienmarkt gestern ins Minus gedrückt. Dabei konnten auch verbesserte Konjunktursignale aus der heimischen Wirtschaft die Abgaben nicht verhindern. Der DAX verlor am Donnerstag 0,6 Prozent auf 25.255,86 Zähler.

Die Anleger bewegten sich damit in einem Spannungsfeld aus heimischen Erholungssignalen und globalen Risikofaktoren. Während eine schrittweise Konjunkturbelebung Hoffnung schürt, schränken teure Energie und hohe Zinsen den Spielraum für Kursgewinne spürbar ein.

Konjunkturprognosen heben sich spürbar ab

Das Ifo-Geschäftsklima kletterte im September auf 89,9 Zähler. Damit stieg der Indikator zum fünften Mal hintereinander und erreichte den höchsten Stand seit über drei Jahren. Nach Einschätzung von Ifo-Präsident Clemens Fuest setzt die deutsche Wirtschaft ihren Erholungskurs fort, wenngleich sich die Automobilbranche weiter auf schwierigem Terrain befinde.

Zugleich passten führende Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Erwartungen für das Gesamtjahr an. Sie verdoppelten ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,3 Prozent. Die Signale einer fundamentalen Aufhellung reichten jedoch nicht aus, um den Markt nachhaltig zu stützen.

Zölle und Rohstoffpreise prägen das Umfeld

Auf internationaler Ebene sorgte eine politische Weichenstellung für Beachtung. US-Finanzminister Bessent bestätigte, dass die Aussetzung der Zusatzzölle auf chinesische Importe um zwei Monate verlängert wird. Die Entscheidung verschafft den Handelsbeziehungen vorerst eine Atempause, blieb an den Börsen aber ohne größeren Schwung.

Gleichzeitig belasteten die Spannungen im Nahen Osten das Sentiment. Nach Vorfällen in der Straße von Hormus verharrte der Preis für Rohöl der Sorte Brent über der Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Die anhaltend hohen Energiekosten schürten an den Märkten erneut Sorgen vor anhaltendem Inflationsdruck. Steigende Renditen bei Staatsanleihen auf beiden Seiten des Atlantiks verstärkten diese Zurückhaltung zusätzlich.

Kursverluste bei Autobauern und Rüstung

Im DAX gehörten Rüstungstitel und Automobilwerte zu den Verlierern des Tages. Neben Rheinmetall gaben auch die Papiere von BMW und Volkswagen nach. Dagegen verbuchten defensive Titel wie Beiersdorf und die Deutsche Telekom moderate Zuwächse. Zu den gefragten Werten zählte zudem MTU Aero Engines, nachdem die Citigroup eine Kaufempfehlung für den Triebwerksbauer ausgesprochen hatte.

Trotz des jüngsten Dämpfers behauptet der deutsche Leitindex auf Jahressicht sein moderates Plus. Seit Jahresanfang verzeichnet das Barometer einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent.

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