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DAX: Richtungssuche unter 25.000

Der deutsche Leitindex findet trotz positiver US-Inflationsdaten keine Impulse für einen nachhaltigen Ausbruch über die 25.000er Marke. Anleger bleiben aufgrund von KI-Ängsten und gestiegener Volatilität vorsichtig.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Leichter Inflationsanstieg in den USA entlastet Märkte
  • Angst vor KI-Disruption belastet weiterhin die Stimmung
  • Deutsche Börse und MTU Aero Engines als starke Gewinner
  • Technische Hürde bei 25.000 Punkten bleibt bestehen

Die 25.000er Marke bleibt am Freitag eine zu hohe Hürde für den DAX. Trotz leichter Erholung nach den US-Inflationsdaten fehlen dem deutschen Leitindex die Impulse für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben. Der Index pendelte im Tagesverlauf in einer Spanne von rund 200 Punkten – bei gleichzeitig rückläufigem Handelsvolumen.

Die am Nachmittag veröffentlichten Verbraucherpreise aus den USA stiegen mit 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat etwas schwächer als befürchtet. Im Jahresvergleich lag die Teuerung bei 2,4 Prozent. „Entspannung an der Inflationsfront“, kommentierte Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba die Zahlen. Der Spielraum der Fed für weitere Zinssenkungen ist damit zumindest nicht kleiner geworden.

KI-Ängste belasten weiter

Doch die Freude hielt sich in Grenzen. Bereits am Donnerstag hatte der DAX seine Gewinne nach US-Handelsstart wieder komplett abgegeben. Grund waren erneute Sorgen über die disruptiven Effekte der Künstlichen Intelligenz in Branchen wie Software, Finanzen und Logistik. Der Nasdaq 100 verlor zwei Prozent – und die Nervosität schwappte nach Frankfurt über.

Anleger verkaufen derzeit lieber erst und fragen später, ob Unternehmen tatsächlich betroffen sind. Diese Vorsicht zeigt sich auch im Handelsverhalten: Vor dem Wochenende stellten sich viele Marktteilnehmer an die Seitenlinien. Die gestiegene Volatilität verstärkt zudem den Trend hin zu Anleihen und sicheren Häfen.

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Einzelwerte im Fokus

Bei den Einzelwerten zeigten sich unterschiedliche Bewegungen. SAP-Aktien erholten sich um 1,8 Prozent, während Siemens-Papiere nach Dividendenzahlung nachgaben. Besonders stark gefragt waren die Titel der Deutschen Börse mit einem Plus von fünf Prozent – eine deutliche Gegenbewegung nach den jüngsten KI-bedingten Verlusten.

MTU Aero Engines legte ebenfalls fünf Prozent zu. Rückenwind kam vom französischen Triebwerkbauer Safran, der mit starken Zahlen und optimistischem Ausblick überzeugte. Airbus profitierte ebenfalls und gewann 1,9 Prozent. Auf der Verliererseite stand RWE mit einem Minus von vier Prozent. Bernstein Research hatte die Aktie auf „neutral“ abgestuft – das Wachstumspotenzial sei mittlerweile eingepreist.

Ausblick bleibt verhalten

Aus technischer Sicht würde erst ein nachhaltiges Überwinden der 25.000-Punkte-Marke den Weg zum Rekordhoch von 25.508 Punkten frei machen. Dieses hatte der DAX am 13. Januar markiert. Doch die aktuellen Rahmenbedingungen sprechen eher für weitere Vorsicht. Die Kombination aus KI-Unsicherheiten, unklaren Zinsaussichten und gestiegener Volatilität dürfte die Anleger auch in den kommenden Handelstagen zurückhaltend agieren lassen.

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