Der letzte Handelstag des zweiten Quartals beginnt für den DAX positiv. Nach einer wenig inspirierenden Vorwoche schöpft der Index heute Kraft aus starken US-Vorgaben und überraschend guten Konjunkturdaten aus Deutschland.
Gute Daten, frischer Schwung
Zum Handelsstart legte der DAX knapp 0,8 Prozent auf rund 24.815 Punkte zu. Rückenwind kommt von mehreren Seiten: Die Nasdaq hatte am Vortag kräftig zugelegt, in Asien dominierten ebenfalls grüne Vorzeichen. Technologiewerte bleiben gefragt — Siemens Energy und Infineon gehörten vorbörslich zu den Gewinnern.
Obendrein überraschten die deutschen Einzelhandelsumsätze für Mai positiv. Der monatliche Anstieg von 1,1 Prozent stand einem erwarteten leichten Rückgang gegenüber — ein Hinweis darauf, dass der private Konsum robuster ist als zuletzt befürchtet.
Seitwärtsrange noch nicht gebrochen
Trotz des freundlichen Starts bleibt die technische Lage zwiespältig. Seit gut zwei Wochen pendelt der DAX zwischen rund 24.600 und 25.200 Punkten. Kurzfristige Indikatoren wie die Slow Stochastik und der 20-Tage-Durchschnitt zeigen Verkaufssignale, während die längerfristigen gleitenden Durchschnitte (50 und 200 Tage) noch auf Kauf stehen. Das Allzeithoch bei 25.507 Punkten, markiert am 13. Januar, bleibt die übergeordnete Orientierungsmarke.
Die erste nennenswerte Hürde liegt bei 24.769 Punkten — dem gestrigen Tageshoch. Darüber rückt der Bereich um 25.181 Punkte in den Blick. Hält hingegen die Unterstützung bei 24.038 Punkten nicht, droht eine Ausweitung der Konsolidierung.
Was den Handelstag noch bewegt
Auf der Belastungsseite bleibt die Lage im Nahen Osten im Blick. Iran lehnte eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus ab — eine Entwicklung, die Energiemärkte und Risikoappetit latent beeinflussen kann.
Für den weiteren Wochenverlauf ist der US-Arbeitsmarktbericht am Donnerstag der entscheidende Datenpunkt. Heute stehen europäische Inflationszahlen sowie US-Verbrauchervertrauen und JOLTS-Arbeitsmarktdaten an — genug Material, um die laufende Seitwärtsphase entweder zu beenden oder zu verlängern.
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