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Symbolbild, KI-generiert

DAX: Ölschock trifft Feiertagspause

Geopolitische Spannungen im Persischen Golf treiben Ölpreise über 100 Dollar und belasten die Aussichten für den deutschen Leitindex nach dem Osterfeiertag.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Ölpreis steigt durch Blockade der Straße von Hormus
  • DAX-Future zeigt nervöse außerbörsliche Indikationen
  • Letzter Handelstag endete bereits unter Druck
  • Technische Unterstützungszonen für DAX rücken in Fokus

Der Ostermontag hält die deutschen Märkte geschlossen — doch hinter den Kulissen brodelt es. Eine Blockade der Straße von Hormus hat die Ölpreise über 100 Dollar je Barrel getrieben und die Aussichten für den Dienstagmorgen eingetrübt.

Geopolitik setzt Agenda

Brent-Rohöl über der 100-Dollar-Marke ist kein Routineereignis. Die gemeldeten Behinderungen an den LNG- und Ölanlagen im Persischen Golf treffen die Eurozone an einer empfindlichen Stelle: Steigende Energiepreise heizen die Inflation an und verengen den Spielraum der EZB für Zinssenkungen im zweiten Quartal. Zusätzlich sorgte eine Aussage von US-Präsident Trump am Sonntagabend für Unruhe — er deutete eine mögliche militärische Reaktion auf die iranischen Blockaden an. Gold und US-Staatsanleihen profitierten prompt vom erhöhten Sicherheitsbedürfnis.

Außerbörsliche Indikationen spiegelten diese Nervosität wider: Der DAX-Future rutschte zeitweise unter 23.100 Punkte, stabilisierte sich aber leicht — gestützt von einem kaum veränderten S&P 500 in der vorbörslichen US-Sitzung.

Letzter Handelstag unter Druck

Bereits am vergangenen Donnerstag (2. April) verlief der Handel turbulent. Nach einem Eröffnungs-Gap-Down auf 22.935 Punkte erholte sich der Index bis auf 23.249 Punkte, gab die Gewinne zum Handelsschluss aber wieder ab und endete bei 23.168 Punkten — ein Minus von 0,56 Prozent. Institutionelle Anleger nutzten die Erholung offenbar zum Positionsabbau vor dem langen Wochenende. Das Handelsvolumen von 4,02 Milliarden Euro lag leicht über dem 30-Tage-Schnitt, was auf erhöhten Absicherungsbedarf hindeutet.

Unter den Einzelwerten stachen E.ON (+2,20 %), Scout24 (+2,08 %) und Deutsche Börse (+1,91 %) positiv heraus. Letztere profitiert strukturell von hoher Volatilität: Der VDAX-NEW notierte zuletzt bei 27,71 Punkten — ein Niveau, das erhöhte Unsicherheit signalisiert.

Blick auf den Dienstag

Technisch hat der DAX die Unterstützung bei 23.200 Punkten per Tagesschluss bereits unterschritten. Hält die Indikation nicht, rückt das Vorwochentief bei 22.670 Punkten als nächste relevante Zone ins Blickfeld. Analysten weisen darauf hin, dass Kursrücksetzer zunehmend zum Abbau von Long-Positionen genutzt werden — ein Muster, das Erholungen strukturell begrenzt.

Konkrete Impulse für den Dienstag liefern der Pre-Close-Call des Maschinenbauers Gea — ein früher Stimmungstest für die Industrie vor der offiziellen Berichtssaison im Mai — sowie die US-ISM-Dienstleistungsdaten am Nachmittag. Bleibt die geopolitische Lage angespannt, dürfte der Handelsauftakt am Dienstag holprig werden.

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