Der DAX steuert am Mittwoch erneut auf sein Vortageshoch bei 25.783 Punkten zu. Rund zweieinhalb Stunden vor Xetra-Start taxierte der Broker IG den Leitindex knapp ein halbes Prozent höher auf 25.700 Punkte. Am Vortag hatte sich die Erholung noch exakt an der 50-Tage-Linie festgelaufen, der Index schloss kaum verändert.
Für neuen Schwung sorgt der Ölmarkt. Die Notierungen für Brent und WTI fielen weiter und setzten damit eine mehrtägige Talfahrt fort. Auslöser ist die Aussicht auf direkte Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran — erstmals seit Monaten kamen Delegierte beider Länder am Rande der UN-Generaldebatte zusammen. Anleger hoffen auf eine spürbare Entspannung im Nahost-Konflikt, die sich unmittelbar auf die Energiepreise auswirken würde.
Wall Street liefert gemischte Signale
Zusätzlichen Auftrieb gibt der Blick auf die US-Technologiebörse. Der Nasdaq 100 kletterte erstmals seit Juni wieder auf ein Rekordhoch, während Dow Jones und S&P 500 am Dienstag kaum vom Fleck kamen. Die Standardwerte an der Wall Street gaben mehrheitlich leicht nach, angetrieben von Erwartungen weiterer Zinsschritte der Federal Reserve.
In Asien bleibt das Bild uneinheitlich. Der Hang Seng in Hongkong verlor am Mittwoch spürbar, der Shanghai Composite gab moderat nach. Die Börse in Tokio blieb feiertagsbedingt geschlossen. Im Fokus der Anleger steht der mehrtägige Staatsbesuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Washington — Themen dürften der Handelsstreit zwischen beiden Ländern sowie der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sein.
Auf Unternehmensebene sorgt Wacker Chemie für Bewegung: Der Konzern will seinen Anteil an der Tochter Siltronic weiter reduzieren. Bei Volkswagen fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn für die Belegschaft, während KWS Saat nach einem Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder auf Wachstumskurs einschwenken will.
Sollte sich die Entspannung am Ölmarkt in den kommenden Handelstagen bestätigen, dürfte der DAX Kurs auf sein Rekordhoch nehmen. Der für Donnerstag erwartete US-China-Gipfel liefert dabei einen weiteren Termin, an dem sich zeigen dürfte, ob die Erholung an den Weltbörsen trägt.
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