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Symbolbild, KI-generiert

DAX: Öl und Zinsen bremsen Erholung

Der DAX stabilisiert sich nach dem Rückgang nur zögerlich. Hoher Ölpreis und EZB-Kurs bestimmen vorerst die weitere Richtung des Index.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX startet nahezu unverändert
  • Brent nähert sich 100 US-Dollar
  • Zweite EZB-Anhebung gilt als wahrscheinlich
  • Technik signalisiert überverkaufte Marktlage

Nach dem kräftigen Rücksetzer der Vortage tastet sich der DAX am Donnerstag vorsichtig zurück. Der Index startete mit einem minimalen Minus von 0,08 Prozent bei 25.555,66 Punkten – nach einem Wochenverlust von rund zwei Prozent und einem Rutsch unter die 50-Tage-Linie. Zur Wochenmitte hatte der Index sein Tief bei 25.512 Punkten markiert, belastet von einem Brent-Ölpreis, der sich der Marke von 100 US-Dollar deutlich angenähert hatte.

Ölpreis und EZB als Taktgeber

Der anhaltend hohe Ölpreis nährt Inflationssorgen und rückt damit die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Nachmittag in den Mittelpunkt. Am Markt gilt eine zweite Zinserhöhung in diesem Jahr auf dann 2,50 Prozent als nahezu ausgemachte Sache – nach der ersten Anhebung seit September 2023 im Juni.

Entscheidender als der Zinsschritt selbst dürfte der Ausblick der Notenbank sein: Bleibt die EZB bei ihrem Kurs von zwei weiteren Erhöhungen im kommenden Jahr, könnte das die Stimmung zusätzlich belasten.

Höhere Zinsen verteuern Finanzierungskosten für Unternehmen und machen Anleihen als Alternative zu Aktien attraktiver – ein Umstand, der besonders exportorientierte DAX-Werte unter Druck setzen kann. Hinzu kommt der Blick auf die US-Erzeugerpreise am Nachmittag, die wegen der engen Kopplung deutscher und amerikanischer Börsen zusätzlich Richtung geben dürften.

Auf Einzelwerte-Ebene sorgten am Morgen vor allem Analystenkommentare für Bewegung. Die Aktien von RENK gaben nach einer Abstufung durch Exane BNP auf „Neutral“ nach, Rheinmetall-Titel fielen nach einer negativen Einschätzung von JPMorgan zurück. Positive Kommentare derselben US-Bank stützten dagegen RWE, Porsche, MTU Aero Engines und DHL.

Charttechnik zeigt überverkaufte Lage

Der Kursrutsch der vergangenen Wochen hat den DAX auf Schlusskursbasis unter das untere Bollinger-Band gedrückt – ein technisch überverkaufter Zustand, der eine Stabilisierung oder Gegenbewegung begünstigen kann.

Der gleitende 200-Tage-Durchschnitt bei rund 24.707 Punkten sendet weiterhin ein Kaufsignal, während die kürzeren Durchschnitte der letzten 20 und 50 Tage Verkaufssignale liefern. Das erste Hindernis auf dem Weg nach oben liegt am Tageshoch vom Vortag bei 25.908 Punkten.

Der Index hatte am 28. August mit 26.618,74 Punkten intraday ein Allzeithoch erreicht, bevor die Schwächephase einsetzte. Bis zur Rückeroberung dieser Region ist es derzeit ein weiter Weg – kurzfristig dürfte sich der DAX in einer Spanne zwischen 25.500 und 25.800 Punkten bewegen, ehe am Nachmittag mit der EZB-Entscheidung Klarheit über die Richtung der kommenden Handelstage einkehrt.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.