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Symbolbild, KI-generiert

DAX: Micron-Impuls, verhaltener Start

Der DAX startet kaum verändert, profitiert aber von starken Micron-Zahlen. Volkswagen verkauft Tochter, adidas meldet Trikot-Rekord.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX startet mit minimalen Gewinnen
  • Micron übertrifft Erwartungen deutlich
  • Volkswagen verkauft Everllence an Bain
  • adidas meldet Rekord bei Trikotverkäufen

Asiens Börsen feiern, der DAX schaut erst mal zu. Nach dem Rücksetzer am Mittwoch auf ein Tagestief von 24.593 Punkten — kurz vor der 50-Tage-Linie — deutet sich am Donnerstagmorgen nur eine minimale Erholung an. Dabei liefern die globalen Märkte durchaus positive Signale.

Halbleiter als Treiber

Der eigentliche Kurstreiber kommt aus den USA: Micron Technology hat mit seinen Quartalszahlen nahezu alle Analystenschätzungen übertroffen und obendrein eine deutlich höhere Umsatzprognose ausgegeben. Das kommt in Asien gut an — Nikkei 225 und der südkoreanische KOSPI rücken wieder in die Nähe ihrer jüngsten Rekordstände. Europäische Halbleiteraktien profitieren im vorbörslichen Handel merklich: Infineon, Aixtron und Suss Microtec verbuchten auf Tradegate Kursaufschläge von bis zu 6 Prozent.

Für den DAX insgesamt hält sich der Effekt in Grenzen. Der X-DAX als außerbörslicher Indikator notierte rund eine Stunde vor Xetra-Öffnung bei etwa 24.760 Punkten — ein Plus von 0,1 Prozent. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das im Januar markiert wurde, trennen den Index damit noch rund drei Prozent.

Volkswagen, adidas und fallende Ölpreise

Unterhalb der Indexebene gibt es einige Einzelthemen. Volkswagen verkauft 51 Prozent seiner Großmotorentochter Everllence an Bain Capital und erzielt dabei einen Erlös von 7,4 Milliarden Euro. Händler kommentieren das als willkommenen Mittelzufluss — allerdings liege der Preis unter der intern erhofften Bewertung von 8 bis 9 Milliarden Euro.

adidas meldet derweil, dass Deutschland-Trikots dreimal so stark verkauft werden wie zur WM in Katar 2022 — ein Rekordwert nach Angaben von CEO Björn Gulden.

Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt fort. Brent handelt bei rund 72 Dollar je Barrel, WTI bei knapp 69 Dollar. Den gesamten Anstieg seit März, der durch den Nahostkonflikt ausgelöst worden war, haben die Notierungen inzwischen wieder abgegeben — ein dämpfender Inflationsfaktor, der allerdings am Aktienmarkt zunächst keine starken Impulse setzt.

Ifo-Daten und der Weg zur 25.000

Leichte Entspannung signalisiert der Ifo-Exportklimaindex: Er stieg im Juni auf minus 3,7 Punkte nach minus 5,7 im Mai. Die Elektroindustrie blickt optimistisch auf das Auslandsgeschäft, während Automobil- und Metallbranche weiterhin sinkende Exporte erwarten. Eine echte Trendwende zeigen die Daten noch nicht.

Ob der DAX die zuletzt schwer erkämpfte 25.000-Punkte-Marke zeitnah zurückerobert, hängt weniger von einzelnen Unternehmensmeldungen als von der Stimmung an den US-Märkten ab. Dort hatte der Nasdaq am Mittwoch erneut nachgegeben — ein Umstand, der den positiven Asien-Vorgaben ein gewisses Gegengewicht verleiht.

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