Nach dem Befreiungsschlag zum Ende der Vorwoche hat der deutsche Leitindex einen ruhigen Wochenauftakt verzeichnet. Am Freitag beendete der DAX mit einem Anstieg um 0,6 Prozent auf 25.408 Zähler eine dreiwöchige Verlustserie. Gestützt wurde das Börsenbarometer dabei von sinkenden Ölpreisen und einer festen Tendenz an der Wall Street.
Zum Start in die neue Handelswoche hielten sich die Akteure jedoch wieder zurück. Bis zum Mittag verlief das Geschäft in ruhigen Bahnen, der Index trat nahezu auf der Stelle. Aktuell steht das Barometer bei 25.403,20 Punkten, was einem leichten Minus von 0,02 Prozent entspricht.
Geldpolitik und Arbeitsmarktdaten im Fokus
Die abwartende Haltung der Marktteilnehmer begründet sich vor allem mit einem dicht gedrängten Terminkalender. Bereits am heutigen Montag rückt die europäische Währungspolitik in den Mittelpunkt. Christine Lagarde stellt sich dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments, was an den Märkten mit Blick auf die Zinsentwicklung aufmerksam verfolgt wird.
Im weiteren Wochenverlauf dürften neue Konjunkturdaten das Geschehen maßgeblich prägen. Am 30. September stehen die vorläufige deutsche September-Inflation sowie frische Arbeitsmarktzahlen auf der Agenda. Am 2. Oktober folgen die Schätzung zur Teuerung in der Eurozone sowie der Arbeitsmarktbericht aus den USA. Beide Veröffentlichungen gelten an den Börsen als entscheidende Wegweiser für die Zinserwartungen auf beiden Seiten des Atlantiks.
Zinsumfeld und wirtschaftliche Perspektiven
Die geldpolitischen Rahmenbedingungen bleiben für das Börsenklima ein dominanter Faktor. Den anstehenden Inflationsdaten der Eurozone wird eine hohe Bedeutung für die künftige Zinsentwicklung beigemessen.
Parallel dazu liefern gesamtwirtschaftliche Prognosen Orientierung für den Markt. Das Institut der deutschen Wirtschaft hatte am 21. September seine Wachstumsprognose für Deutschland für das kommende Jahr auf 1,2 Prozent angehoben, was der Marktstimmung zusätzliche Unterstützung verlieh. Trotz der jüngsten Schwankungen behauptet der DAX seit Jahresanfang ein Plus von 3,7 Prozent.
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