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DAX: Krieg ade, Ölpreis runter

Der DAX steigt dank abgesagter US-Militärschläge gegen den Iran und sinkender Ölpreise wieder über die 200-Tage-Linie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Präsident stoppt geplanten Angriff
  • DAX klettert auf 24.550 Punkte
  • Friedensgespräche mit Iran als Auslöser
  • Deutsche Inflation sinkt auf 2,6 Prozent

Trump bremst, der DAX zieht an. Die Nachricht, dass der US-Präsident die für Donnerstagabend geplanten Militärschläge gegen den Iran kurzfristig abgeblasen hat, treibt den deutschen Leitindex zur Wochenschluss-Eröffnung klar ins Plus. Mit einem Aufschlag von rund 1,4 Prozent auf knapp 24.550 Punkte setzt sich der DAX wieder oberhalb der 200-Tage-Trendlinie fest — die er tags zuvor zeitweise unterschritten hatte.

Friedenshoffnung als Kurstreiber

Trump erklärte auf Truth Social, direkte Gespräche mit der iranischen Führung hätten zu einer Annäherung geführt. Alle Schlüsselakteure — darunter die USA, Israel, Saudi-Arabien und die Türkei — sollen die Eckpunkte eines Abkommens bereits abgesegnet haben. Eine förmliche Unterzeichnung soll zeitnah folgen, möglicherweise noch dieses Wochenende in Europa.

Aus Teheran kam allerdings ein Dementi. Das dämpft die Euphorie etwas — und erklärt, warum Marktbeobachter darauf hinweisen, dass ähnliche Meldungen über einen bevorstehenden Friedensschluss in den vergangenen Wochen bereits mehrfach kursierten. Dennoch greifen Anleger zu. Die Marktbreite hat sich merklich verbessert: Von den 40 DAX-Unternehmen wurden zur Eröffnung 36 im Plus erwartet.

Gegenwind und Rückenwind am selben Tag

Auf der Makroseite lieferte der Morgen gemischte Signale. Die deutsche Inflation sank im Mai auf 2,6 Prozent — eine leichte Entspannung gegenüber dem Vormonat. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel zog indes auf 2,5 Prozent an, was die EZB bei weiteren Zinssenkungen zur Vorsicht mahnen dürfte.

Parallel läuft heute in den USA der SpaceX-Börsengang an der Nasdaq — mit einer Bewertung von rund 1,75 Billionen Dollar das größte IPO der Geschichte. Für den DAX selbst ist das kein direkter Treiber, wohl aber ein Stimmungstest für die globale Risikobereitschaft. Gelingt der Einstand, dürfte das der Kauflaune auch in Frankfurt weiter nützen.

Bis zum Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.508 Punkten fehlen dem DAX noch rund vier Prozent — ein Abstand, der bei anhaltender Entspannung am Golf zumindest wieder in Reichweite rückt.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.

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