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DAX: Konjunktursorgen drücken Leitindex

Der deutsche Leitindex verliert deutlich, angetrieben von einem schwachen IFO-Geschäftsklima und geopolitischen Spannungen. Zyklische Werte gerieten unter Druck, während defensive Aktien zulegten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • IFO-Index fällt auf niedrigsten Stand seit einem Jahr
  • Geopolitische Eskalation im Nahen Osten erhöht Verkaufsdruck
  • Klare Rotation von zyklischen zu defensiven Branchen
  • DAX entfernt sich deutlich von der 200-Tage-Linie

Eine Kombination aus schwachen heimischen Wirtschaftsdaten und wachsenden geopolitischen Risiken hat dem deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang zugesetzt. Während die Stimmung in den Chefetagen auf einen neuen Tiefpunkt rutschte, trieb die Eskalation im Nahen Osten Anleger in sichere Häfen. Das zwang den Leitindex spürbar in die Knie.

Verantwortlich für den Rücksetzer um 1,38 Prozent auf 22.300,75 Punkte war zunächst ein herber Dämpfer aus der Wirtschaft. Der IFO-Geschäftsklimaindex fiel im März überraschend auf 86,4 Zähler und markiert damit den tiefsten Stand seit über einem Jahr. Vor allem der Einbruch der Geschäftserwartungen signalisiert eine wachsende Skepsis unter den Unternehmen. Am Freitagnachmittag beschleunigte sich die Talfahrt zusätzlich, als Meldungen über Angriffe auf die Energie-Infrastruktur im Persischen Golf den Markt erreichten und den Verkaufsdruck erhöhten.

Flucht in die Defensive

Diese Gemengelage führte zu einer klaren Branchenrotation am Frankfurter Parkett. Zyklische Papiere und Rüstungswerte gerieten unter massiven Abgabedruck, während krisenfestere Geschäftsmodelle bei Investoren gefragt waren:

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  • BASF (+2,68%): Der Chemiekonzern profitierte von operativen Fortschritten beim Kostensenkungsprogramm.
  • Symrise (+1,51%): Anleger schichteten gezielt in den als robust geltenden Aromenhersteller um.
  • Rheinmetall (-3,93%): Nach der jüngsten Rally setzten bei der Rüstungsaktie im Zuge der allgemeinen Risikoaversion Gewinnmitnahmen ein.
  • MTU Aero Engines (-4,10%): Sorgen um Lieferkettenunterbrechungen durch die Nahost-Eskalation belasteten den Triebwerksbauer.

Chartbild trübt sich ein

Der jüngste Kursrutsch hinterlässt auch in der technischen Analyse deutliche Spuren. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus beim DAX mittlerweile auf 9,12 Prozent. Zudem hat sich der Index spürbar von seinen langfristigen Trendlinien entfernt. Der Abstand zur viel beachteten 200-Tage-Linie, die aktuell bei 24.150,43 Punkten verläuft, ist auf minus 7,66 Prozent angewachsen. Das Unterbieten der psychologischen Marke von 22.400 Punkten per Tagesschluss bestätigt die aktuelle Schwächephase.

Am Montag wird die Eröffnung maßgeblich von den Wochenend-Entwicklungen im Nahen Osten diktiert werden. Bleibt eine diplomatische Entspannung aus, rückt die nächste charttechnische Unterstützung bei 22.200 Punkten in den direkten Fokus der Verkäufer. Zusätzliche Impulse liefern in der kommenden Woche die neuen Inflationsdaten aus der Eurozone, die den geldpolitischen Spielraum der Europäischen Zentralbank für die nächsten Sitzungen abstecken.

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