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Symbolbild, KI-generiert

DAX: Konjunkturdaten stützen Rekordkurs

DAX startet nach Rekordhoch fester; starke Auftragseingänge und gemischte Unternehmensbilanzen prägen den Handel.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX erreicht neues Allzeithoch
  • Industrieaufträge legen deutlich zu
  • Siemens hebt Prognose an
  • Rheinmetall senkt Umsatzziel

Acht Dax-Konzerne legen am Donnerstag ihre Zahlen vor, während in Asien die Chip-Werte deutlich unter Druck geraten. Diese Gemengelage prägt den Handel, nachdem der deutsche Leitindex am Vortag erstmals über 26.400 Punkte gestiegen war. Nach der Verschnaufpause zeigt sich der Markt am Morgen wieder etwas fester.

Der X-DAX signalisiert ein Plus von rund 0,2 Prozent, nachdem der Index am Mittwoch bei knapp 26.438 Punkten ein neues Allzeithoch markiert und danach bei 26.126 Zählern geschlossen hatte. Rückenwind liefern überraschend starke Konjunkturdaten: Die deutschen Industrie-Auftragseingänge legten um 3,1 Prozent zu, während Ökonomen nur mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet hatten. Das bestätigt das Bild einer Wirtschaft, die spürbar an Fahrt gewinnt.

Bilanzflut mit gemischten Signalen

Siemens steigerte den Auftragseingang dank starker Nachfrage nach Rechenzentren um 14 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro und hob nach Rekordwerten beim Industriegewinn die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Die Deutsche Telekom profitierte weiter vom Wachstum ihrer US-Tochter, steigerte den Umsatz um gut vier Prozent und erhöhte den Free-Cashflow-Ausblick auf rund 20 Milliarden Euro.

Die Commerzbank verdoppelte ihren Gewinn im zweiten Quartal nahezu und bestätigte ihr Jahresziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro – parallel dazu weitet das Institut sein Aktienrückkaufprogramm um bis zu 1,2 Milliarden Euro aus. Merck KGaA hob nach einem starken Quartal die Jahresziele erneut an, getrieben von der Erholung der Laborsparte und hoher Nachfrage nach KI-Halbleitermaterialien.

Ein Dämpfer kam von Rheinmetall: Nach dem Stopp des milliardenschweren F126-Fregattenprojekts senkte der Rüstungskonzern seinen Umsatzausblick auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro, obwohl der Gewinn im ersten Halbjahr auf 233 Millionen Euro kletterte. Renk hingegen bestätigte seine Ziele nach einem Ergebnissprung von 10 Prozent und peilt beim operativen Ergebnis nun die obere Hälfte der Prognosespanne an.

Chipsektor bremst Asien, Öl entlastet

Während die deutsche Berichtssaison überwiegend positiv überrascht, sorgt der US-Speicherchiphersteller Sandisk mit einem schwachen Ausblick für Verunsicherung – trotz Zahlen über den Erwartungen brach die Aktie deutlich ein. Die Folgen zeigen sich in Asien: Der Kospi verlor rund 4 Prozent, Samsung und SK Hynix gaben zweistellig beziehungsweise deutlich nach. Der Nikkei und der Hang Seng schlossen ebenfalls im Minus.

Entlastung kommt dagegen vom Ölmarkt. Die Notierungen für WTI und Brent fielen den dritten Tag in Folge, gestützt von Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt und eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt positiv: Nach drei Handelstagen über dem oberen Bollinger-Band gilt der Index als überkauft, die Slow Stochastik notiert über 90 Punkten. Das Allzeithoch bei 26.438 Punkten markiert den nächsten Widerstand, ein Ausbruch darüber könnte den Weg zur psychologischen Marke von 27.000 Punkten öffnen. Fällt der DAX dagegen nachhaltig unter die Unterstützung bei 25.295 Punkten, wäre die aktuelle Aufwärtsdynamik gebrochen.

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