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DAX Iran-Risiko bremst Rally

Geopolitische Spannungen um den Iran belasten den DAX und trüben die Konjunkturaussichten für die neue Börsenwoche.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Geopolitische Risiken belasten die Stimmung
  • Ölpreise bleiben durch Konflikt erhöht
  • Inflation in Deutschland könnte steigen
  • Arbeitsmarktdaten im Fokus der Anleger

Nach einer der stärksten Wochen des bisherigen Jahres sucht der DAX zu Beginn dieser Woche die Richtung. Der Pfingstmontag dürfte träge ausfallen — und der Blick der Anleger richtet sich weniger auf Konjunkturdaten als auf den Golf von Hormus.

Geopolitik als Taktgeber

Das Iran-Thema lässt die Märkte nicht los. US-Präsident Trump bezeichnete eine Einigung mit Teheran zunächst als nah, ruderte dann aber zurück. Auch der Iran selbst dämpfte Erwartungen. Beide Seiten liegen vor allem bei der Frage des angereicherten Urans noch weit auseinander.

Kapitalmarktstrategen warnen vor zu viel Optimismus. Anlagestratege Mark Dowding von RBC BlueBay sieht sogar das Risiko erneuter Militärschläge: Je länger die Gespräche schleppten, desto stärker wachse der Einfluss des Iran — was Washington irgendwann zu einer Eskalation verleiten könnte. LBBW-Stratege Berndt Fernow hält eine Wiederaufnahme der Kämpfe zwar für eher unwahrscheinlich, sieht das Aufwärtspotenzial für den DAX aber auch bei einer konstruktiven Lösung als begrenzt an. Die wirtschaftlichen Schäden des Konflikts dürften dann erst richtig in den Vordergrund rücken.

Ölpreis, Inflation, Arbeitsmarkt

Für den DAX hängt an diesem Konflikt mehr als nur die Stimmung. Solange die Straße von Hormus gesperrt bleibt, bleiben die Energiepreise erhöht — mit direkten Folgen für die Inflation. Die Verbraucherpreise aus Deutschland, die am Freitag veröffentlicht werden, dürften nach Einschätzung von Ökonomen im Mai erstmals seit Ende 2023 wieder die Drei-Prozent-Marke übersteigen.

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Parallel dazu stehen Arbeitslosenzahlen an. Angesichts sich eintrübender Geschäftserwartungen dürften diese weiter gestiegen sein — ein Signal, dass der Nahost-Konflikt auch am deutschen Arbeitsmarkt Spuren hinterlässt.

Was die Woche noch bringt

Am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Memorial Day geschlossen, was den deutschen Handel zusätzlich ausbremsen wird. Mitte der Woche liefern noch einige Nachzügler der Berichtssaison Quartalszahlen: Aroundtown, die schwedische Verve Group und CTS Eventim stehen auf der Agenda.

Das eigentliche Highlight folgt zum Wochenschluss — mit den deutschen Inflationsdaten als entscheidendem Datenpunkt. Fallen sie so hoch aus wie erwartet, dürfte das die Debatte über den geldpolitischen Kurs der EZB neu befeuern und dem DAX die nächste Belastungsprobe liefern.

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