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DAX Iran-Euphorie läuft sich tot

Der DAX scheitert erneut an der 25.000er-Marke, die Iran-Euphorie lässt nach. Fokus liegt auf Fed-Entscheid und Hexensabbat.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX scheitert an 25.000 Punkten
  • Iran-Abkommen ohne nachhaltige Impulse
  • Autowerte belastet durch China-Schwäche
  • Fed-Zinsentscheidung und Hexensabbat erwartet

Die 25.000-Punkte-Marke bleibt ein hartnäckiges Hindernis. Zum zweiten Mal in dieser Woche kämpfte sich der DAX am Dienstag darüber hinaus — und schloss erneut darunter.

Am Vormittag kletterte der Index bis auf 25.110 Punkte. Am Ende des Tages stand ein Plus von gerade einmal 0,07 Prozent auf 24.910,41 Punkten. Der Schwung aus der Vorwoche, als das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran die Märkte beflügelt hatte, lässt merklich nach.

Zu viele offene Fragen

Das Iran-Abkommen trägt das Sentiment, ohne die Substanz wirklich zu liefern. Konkret festgelegt ist bislang nur die 60-tägige Öffnung der Straße von Hormus. Alles andere — das iranische Atomprogramm, die Lage im Libanon, die eigentlichen Streitpunkte — bleibt offen. Für kurzfristig orientierte Märkte reicht das, um die Stimmung nicht zu kippen. Für eine nachhaltige Rally fehlt es aber an Anschlusskäufen.

Gebremst wurde der DAX heute von den Autowerten. Eine Absatzwarnung von Volkswagen für den chinesischen Markt traf auf ohnehin schwache Einzelhandelsdaten aus China — eine unglückliche Kombination für eine Branche, die stark vom dortigen Konsum abhängt.

Fed und Hexensabbat im Anmarsch

Der Blick richtet sich nun auf zwei Termine. Morgen entscheidet die US-Notenbank unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh über den Leitzins — eine Überraschung erwartet kaum jemand. Die gesunkenen Ölpreise haben den Inflationsdruck zuletzt spürbar reduziert, was der Fed mehr Spielraum für Zurückhaltung lässt. Am Freitag folgt der große Verfallstermin an den Terminbörsen, der sogenannte Hexensabbat, der erfahrungsgemäß für erhöhte Kursschwankungen sorgt.

Auf europäischer Ebene lief es derweil besser: Der EuroStoxx 50 gewann 0,5 Prozent, der Londoner FTSE 100 rückte 0,6 Prozent vor. Zum Rekordniveau des DAX vom 13. Januar — damals bei 25.507 Punkten — fehlen rund 600 Punkte. Ob diese Lücke in absehbarer Zeit schließt, hängt wesentlich davon ab, was die Fed morgen kommuniziert und wie verlässlich die Nahost-Einigung in den kommenden Wochen erscheint.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.