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DAX Iran-Eskalation belastet Index

Geopolitische Spannungen zwischen USA und Iran drücken den DAX. Steigende Ölpreise und Inflationsängste belasten die Märkte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Angriffe auf den Iran
  • Brent-Öl steigt auf 97 Dollar
  • Rheinmetall-Aktie legt deutlich zu
  • Bayer und Airlines verlieren stark

US-Strikes auf den Iran, steigende Ölpreise, wachsende Inflationssorgen — der DAX bekommt den geopolitischen Gegenwind heute direkt zu spüren. Das Minus hält sich jedoch in Grenzen.

Neue Schläge nahe der Straße von Hormus

Die USA haben in der Nacht zum Donnerstag erneut Ziele im Süden des Iran angegriffen — bereits der zweite Schlag innerhalb von 48 Stunden. Teheran reagierte mit Angriffen auf einen US-Luftwaffenstützpunkt. Brent-Öl sprang daraufhin um knapp 3 Prozent auf rund 97 Dollar je Barrel. Für die Märkte heißt das: Inflationssorgen kehren zurück, gerade in einem Moment, in dem die Erwartungen an die US-Notenbank ohnehin fragil sind.

Der DAX gab bis auf 25.079 Punkte nach und notierte zuletzt bei rund 25.136 Zählern — ein Rückgang von gut 80 Punkten oder 0,33 Prozent. Europaweit lag der STOXX 600 rund 0,7 Prozent im Minus. Kein Wunder, dass besonders zyklische und ölpreissensitive Sektoren leiden.

Rüstung oben, Bayer und Zykliker schwach

Das interne Bild des DAX ist diesmal relativ eindeutig. Rheinmetall zog um knapp 4,5 Prozent an — der klassische Reflex, wenn geopolitische Risiken steigen. Infineon legte fast 2 Prozent zu, Adidas knapp 1,9 Prozent, SAP rund 1 Prozent.

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Auf der Verliererseite steht Bayer mit einem Minus von 2,5 Prozent. Siemens Energy, BMW, Fresenius, Hannover Re, Munich Re und Mercedes-Benz verloren jeweils zwischen 1 und 1,7 Prozent. Airlines traf es europaweit besonders hart — Air France KLM und Ryanair verloren je rund 2 Prozent, direkt getrieben vom Ölpreisanstieg.

Was den Markt jetzt im Blick hat

Trump ließ nach dem Kabinettstreffen durchblicken, dass der Iran an einem Deal interessiert sei, aber noch nicht weit genug gegangen sei. „Either that or we’ll have to just finish the job“ — diese Formulierung dürfte Trader nicht beruhigen. Teheran wiederum bezeichnete eine Rückkehr zum vollständigen Krieg als unwahrscheinlich.

Parallel wachsen die Sorgen um die US-Inflation. Der Kernindex für persönliche Konsumausgaben soll im April um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sein — der Markt beginnt, Zinserhöhungen der Fed wieder einzupreisen. Für den DAX bedeutet das ein schwieriges Umfeld: geopolitischer Druck von außen, geldpolitischer Gegenwind aus den USA. Wie weit die Lage eskaliert, entscheidet darüber, ob das aktuelle Minus beim heutigen Handelsschluss noch ausgeweitet wird.

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