Der Iran-Konflikt hatte den deutschen Leitindex zuletzt auf ein Tief seit Mai 2025 gedrückt. Heute zeigen die Märkte eine deutliche Gegenbewegung – ausgelöst durch einen einzigen Satz aus Washington.
Trump-Signal dreht die Stimmung
US-Präsident Trump deutete in einem Telefoninterview an, der Krieg sei „so gut wie beendet“. Irans Marine, Luftwaffe und Kommunikationssysteme seien weitgehend zerstört, der Konflikt verlaufe „weit vor dem Zeitplan“. Das reichte den Märkten. Der DAX legte zeitweise 2,4 Prozent zu und erreichte kurzzeitig wieder die 24.000-Punkte-Marke. Vom gestrigen Tagestief bei 22.927 Punkten entspricht das einer Erholung von rund 1.000 Zählern.
Begleitet wurde die Rally von deutlich nachgebenden Ölpreisen. Brent hatte am Montag noch kurzfristig die 120-Dollar-Marke berührt – heute pendelte der Preis bereits deutlich tiefer. Für Lufthansa, die zuletzt besonders unter den Treibstoffkosten gelitten hatte, bedeutete das ein Plus von 7,5 Prozent. Auch Infineon zählte zu den großen Gewinnern und kletterte knapp sechs Prozent, gestützt durch eine positive Einschätzung der Citigroup für die kommenden 90 Tage.
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Erholung mit Haken
Kein ungetrübtes Bild. Volkswagen präsentierte Jahreszahlen mit Licht und Schatten – der Ausblick enttäuschte, die Aktie legte dennoch moderat zu. Evotec hingegen brach um 14 Prozent ein. Das Unternehmen stellte ein Umstrukturierungsprogramm mit Fokus auf Kostensenkungen vor, doch die Prognose für 2026 fiel schwächer aus als erwartet.
Der MDAX gewann rund 3,1 Prozent auf 29.758 Punkte, der EuroStoxx 50 rückte ebenfalls 2,3 Prozent vor. Die Erholung erfasste damit breite Teile des Marktes – von Banken bis zu Automobilwerten.
Geopolitik bleibt das Zünglein an der Waage
Marktexperten weisen darauf hin, dass geopolitische Risiken an den Börsen oft schneller abebben, als sie aufgekommen sind. Historisch gesehen hinterlassen militärische Konflikte auf die mittlere und lange Frist selten nachhaltige Spuren an den Aktienmärkten. Das ändert nichts daran, dass die Situation rund um die Straße von Hormus – über die etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels laufen – weiterhin fragil bleibt. Solange dort keine Normalität einkehrt, dürfte jede neue Meldung aus der Region die Kurse bewegen.
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