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DAX: Hoffnung auf Kriegsende

Der deutsche Leitindex gewinnt deutlich, nachdem politische Signale auf ein baldiges Kriegsende hindeuten. Die Stimmung hellt sich global auf, doch das technische Chartbild bleibt angespannt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Politische Signale für mögliches Kriegsende
  • Deutliche Kursgewinne im DAX und Asien
  • Technische Widerstände bleiben bestehen
  • Sportartikelwerte durch Nike-Warnung belastet

Der April beginnt mit ordentlich Rückenwind. Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges treiben den DAX am Mittwochmorgen vorbörslich um knapp 2 Prozent auf über 23.100 Punkte — ein klarer Stimmungsumschwung nach Wochen voller Unsicherheit.

Ausgelöst wurde die gute Stimmung durch Äußerungen von US-Präsident Trump sowie dem iranischen Präsidenten Peseschkian am Dienstagabend, noch nach dem europäischen Börsenschluss. Trump rechnet mit einem Ende der US-Militäroperationen in zwei bis drei Wochen — ein möglicher Wendepunkt im Nahost-Konflikt. Die Folge: sinkende Ölpreise, aufgehellte Stimmung an den US-Märkten und eine klare Signalwirkung auf den deutschen Leitindex.

Auch in Fernost zog die Stimmung deutlich an. Der Nikkei 225 in Tokio kletterte zeitweise um knapp 5 Prozent, der Hang Seng in Hongkong um mehr als 2 Prozent.

Technisches Bild bleibt zweigeteilt

Trotz der jüngsten Erholung — gestern schloss der DAX mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 22.680 Punkten — notiert der Index weiterhin unterhalb seiner gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage. Das übergeordnete Bild bleibt also belastet. Die Zwischenerholung der vergangenen Handelstage könnte sich als technische Gegenbewegung im intakten Abwärtstrend erweisen.

Spannend wird, ob der DAX die Zone um 23.201 Punkte — dort verläuft der 20-Tage-Durchschnitt — nachhaltig überwinden kann. Erst ein Anstieg über 24.067 Punkte würde das Short-Szenario technisch entkräften. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 22.205 Punkte als erste Unterstützung.

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Anleihen entspannen, Sportwerte unter Druck

Am Rentenmarkt zeigt sich ebenfalls eine Reaktion auf die Entspannungssignale: Der Bund-Future legt spürbar zu. Sinkende Rohstoffpreise verringern den Inflationsdruck, was die Erwartungen an eine mögliche EZB-Zinserhöhung im April auf rund 50 Prozent drückt.

Dagegen könnten Adidas und Puma heute hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben. US-Konkurrent Nike hatte am Dienstagabend einen überraschend schwachen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr präsentiert und dabei geopolitische Risiken als Belastungsfaktor benannt — die Aktie brach nachbörslich um rund 9 Prozent ein. Eine Warnung, die auch auf die europäischen Sportartikelwerte ausstrahlen dürfte.

Heute stehen zudem der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland sowie am Nachmittag die ADP-Arbeitsmarktdaten und der US-ISM-Index auf dem Programm. Datenreiche Stunden also — ob die Kauflaune bis zum Abend anhält, wird sich zeigen.

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