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DAX: Halbleiter leiden, Index hält Stand

Trotz Ölpreissprung durch Iran-Konflikt zeigt sich der DAX stabil. Technologiewerte wie Infineon leiden unter Gewinnmitnahmen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX hält sich trotz Nahost-Spannungen
  • Ölpreis steigt nach US-Angriffen
  • Infineon und Aixtron geben nach
  • Fraport trotzt mit Prognosesenkung dem Trend

Die Straße von Hormus sorgt für Nervosität an den Rohstoffmärkten, den DAX lässt das erstaunlich kalt. Während der Ölpreis nach der vierten US-Angriffswelle auf den Iran binnen weniger Tage kräftig zulegt, pendelt der deutsche Leitindex am Montag nur in einer engen Spanne um die Marke von 25.046 Punkten. Von Panik keine Spur — anders als an den asiatischen Börsen.

Ölpreise und Nahost-Sorgen dominieren

Das US-Militär griff in der Nacht zum Montag erneut Ziele im Iran an — Flugabwehrsysteme, Radaranlagen und Raketenstellungen sollen zerstört worden sein. Iran erklärt die Straße von Hormus für geschlossen, die USA sprechen von weiterhin fließendem Schiffsverkehr. Brent-Rohöl kletterte in der Spitze um mehr als vier Prozent und notiert zuletzt bei rund 77 bis 78 Dollar je Barrel. Die Unsicherheit nährt Inflationssorgen — ausgerechnet vor den für Dienstag angekündigten US-Inflationsdaten und dem Start der US-Bankenberichtssaison mit Goldman Sachs und JPMorgan Chase.

Halbleiter unter Druck, Fraport hält dagegen

Die Schwäche der asiatischen Technologiewerte schwappt auf den DAX über. Infineon gab spürbar nach, auch Aixtron und Elmos Semiconductor gerieten unter Druck — Anleger nehmen nach dem KI-Boom Gewinne mit. Siemens Energy und Hochtief, beide als Profiteure der Infrastruktur-Aufrüstung für Künstliche Intelligenz gehandelt, folgten dem Trend nach unten. Reise- und Freizeittitel wie TUI und Lufthansa litten zusätzlich unter dem Nahost-Konflikt.

Fraport stemmte sich gegen den Abwärtstrend, obwohl der Flughafenbetreiber seine Prognose für das Passagieraufkommen 2026 auf Vorjahresniveau senkte. JPMorgan bestätigte die übrigen Konzernziele, Exane BNP Paribas stufte die Aktie hoch. HelloFresh markierte dagegen ein Rekordtief im SDAX, nachdem Kepler Cheuvreux das Kursziel kappte und auf „Reduce“ senkte — mit Verweis auf ein schwindendes Vertrauen in die Umsatz-Trendwende bis 2028.

Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen: Der Index notiert unterhalb der wichtigen 21-Tage-Linie, kurzfristige Erholungsversuche bleiben begrenzt. Richtung geben dürften ab Dienstag die US-Inflationsdaten und die ersten Quartalszahlen der großen US-Banken.

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