Der Montag brachte dem DAX keinen ruhigen Wochenstart. Nach einem Minus von 0,39 Prozent zum Handelsbeginn bei rund 22.214 Punkten drehte der Index am Nachmittag ins Plus und notierte zuletzt 0,5 Prozent höher bei etwa 22.404 Punkten. Der Treiber hinter dieser Achterbahnfahrt: der Iran-Krieg und seine Folgen für die Energiemärkte.
Die 22.000 als Nervenpunkt
Die psychologisch wichtige Marke von 22.000 Punkten bleibt das zentrale Thema für Marktteilnehmer. Sollte der Index unter 21.863 Punkte abrutschen, wäre das der tiefste Stand seit dem Zollschock vom April 2025. Vom Zwischenhoch Ende Februar liegt der DAX damit noch immer rund 13 Prozent entfernt — vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten Mitte Januar ganz zu schweigen.
Ausschlaggebend für die zwischenzeitliche Erholung war eine Meldung von US-Präsident Trump, der auf seiner Plattform von „ernsthaften Gesprächen“ mit dem Iran und „großen Fortschritten“ sprach. Die Euphorie hielt sich jedoch in engen Grenzen. Marktbeobachter wiesen darauf hin, dass aufflackernde Verhandlungshoffnungen zuletzt immer wieder durch neue Eskalationsschritte zunichtegemacht wurden.
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Öl bei 115 Dollar — und die EZB unter Zugzwang
Der Brentpreis kletterte in der Nacht auf Montag zeitweise auf fast 117 Dollar pro Barrel und pendelte sich zuletzt bei rund 115 Dollar ein. Strategen der Société Générale erwarten für den April einen Durchschnittspreis von etwa 125 Dollar — mit glaubwürdigen Ausschlägen Richtung 150 Dollar, sollte die Straße von Hormus weiterhin blockiert bleiben.
Dieser Ölpreisschock hinterlässt bereits Spuren in den deutschen Verbraucherpreisen. Die Inflationsrate sprang im März auf 2,7 Prozent — der höchste Wert seit Januar 2024 und ein deutlicher Sprung gegenüber den 1,9 Prozent im Februar. Ökonomen der Commerzbank rechnen damit, dass die EZB bei ihrer Sitzung Ende April den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anheben könnte, sobald aktuelle Umfrage- und Preisdaten vorliegen. Andere Experten warnen vor Zweitrundeneffekten, vor allem bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen, falls die Energiepreise auf hohem Niveau verharren.
Zur verkürzten Handelswoche kommt hinzu, dass am Karfreitag und Ostermontag in Frankfurt nicht gehandelt wird — was die ohnehin dünneren Umsätze zusätzlich begrenzen dürfte.
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