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DAX Frieden treibt Aufwärtsdrang

Der DAX überspringt dank des USA-Iran-Deals die 25.000er-Marke. Analysten sehen weiteres Potenzial, während die Ölpreise fallen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX überwindet 25.000 Punkte
  • USA-Iran-Abkommen als Auslöser
  • Ölpreis fällt auf Jahrestief
  • DZ Bank prognostiziert 27.500 Punkte

Der USA-Iran-Deal hat dem deutschen Leitindex zum Wochenstart einen kräftigen Schub gegeben. Der DAX übersprang die 25.000-Punkte-Marke mit einem deutlichen Gap-Up — nach einem Wochenschluss bei 24.683 Punkten am Freitag eine klare Ansage.

Iran-Deal als Kurstreiber

Auslöser ist das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran, das nach über 100 Tagen Krieg eine Waffenruhe festschreibt und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsieht. Unterzeichnet werden soll der Vertrag am Freitag in der Schweiz. Der Brent-Ölpreis reagierte prompt und fiel auf rund 83 Dollar je Barrel — den niedrigsten Stand seit Anfang März. Energieaktien gerieten unter Druck, während Luftfahrt- und Luxusgüteraktien zu den größten Gewinnern zählten.

Dass die Normalisierung der Ölversorgung Monate, womöglich länger dauern wird, bremst die Euphorie etwas. Beschädigte Raffinerien und Förderanlagen lassen sich nicht über Nacht reparieren. Ein Ende der Preisspitzen sei aber wahrscheinlich, heißt es aus der Branche.

Technisches Bild und Analystenperspektive

Charttechnisch hat sich die Lage merklich aufgehellt. Der DAX notiert wieder oberhalb der gleitenden Durchschnitte der letzten 50 und 200 Handelstage. Als nächste Hürde gilt der 20-Tage-Durchschnitt, der kurzfristige Kursziele im Bereich von 25.250 bis 25.400 Punkten in Sichtweite rückt. Der Fear-&-Greed-Index verharrt mit 33 Punkten im „Angst“-Bereich — historisch oft ein Kontraindikator, der weitere Anstiege begünstigen kann.

Die DZ Bank sieht den DAX bis Jahresende bei 27.500 Punkten und verweist dabei auf anziehende Unternehmensgewinne nach zwei schwachen Jahren. Den größten Beitrag erwartet die Bank aus der Industrie, flankiert von Finanz- und Technologiewerten. Globaler Rückenwind kommt aus dem Halbleitersektor: Der weltweite Halbleiterumsatz lag zuletzt rund 80 Prozent über dem Vorjahreswert.

Dichter Terminkalender diese Woche

Der Wochenausblick hält einiges bereit. Am Dienstag entscheidet die Bank of Japan voraussichtlich über eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Am Mittwoch folgen US-Einzelhandelsdaten und der Fed-Zinsentscheid — die Commerzbank erwartet keine Änderung der US-Leitzinsen, aber einen kritischeren Ton zur Inflation. Am Freitag schließlich läuft an der Eurex der große Verfallstermin für Futures und Optionen auf den DAX, was für erhöhtes Handelsvolumen und stärkere Kursschwankungen sorgen kann.

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