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Symbolbild, KI-generiert

DAX: Erleichterung nach Warsh-Debüt

Nach dem Fed-Schritt um 25 Basispunkte zieht der DAX vorbörslich an, während US-Futures und Anleihemärkte ebenfalls Stabilisierung zeigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • DAX vorbörslich 0,6 Prozent höher
  • Fed hebt Leitzins auf 3,75 bis 4,0 Prozent
  • Wall Street reagiert zunächst mit Verlusten
  • UBS sieht Märkte gut vorbereitet

Die erste Zinserhöhung der US-Notenbank seit 2023 ist da – und die Wall Street hat sie zunächst schlecht verdaut. Am Donnerstagmorgen dreht sich das Bild jedoch: Der DAX zeigt sich vorbörslich klar erholt.

Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor Xetra-Handelsstart 0,6 Prozent höher bei 25.695 Punkten. Auch der Future zog an und markierte bei 25.706 Punkten ein Tageshoch. Parallel dazu verringerten US-Staatsanleihen ihre Verluste, während die Futures auf die New Yorker Indizes zulegten.

Warsh verteidigt seine Linie

Ausgangspunkt der Bewegung war der mit Spannung erwartete Zinsentscheid der Fed. Notenbankchef Kevin Warsh hob den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,0 Prozent an und begründete den Schritt mit anhaltend hoher Inflation. Die Reaktion an der Wall Street fiel zunächst negativ aus: Der Dow Jones rutschte im späten Handel auf ein Dreimonatstief, während S&P 500 und Nasdaq ebenfalls nachgaben.

Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, ordnete den Schritt als Signal der Entschlossenheit ein: „Die Fed verteidigt ihre Glaubwürdigkeit.“ Er rechnet mit einer weiteren Zinsanhebung im Oktober oder spätestens im Dezember – eine Einschätzung, die sich mit den Fed-eigenen Projektionen deckt. Diese sehen die Mehrheit der Notenbanker bis Jahresende 2026 bei Zinsen über 4 Prozent.

Markt hatte sich vorbereitet

Die UBS sieht in der Zinsentscheidung keinen Anlass zur Sorge. Die Schweizer Großbank verweist darauf, dass die Märkte bereits einen aggressiveren Zinszyklus eingepreist hätten. Robustes Wachstum und starke Unternehmensgewinne sollten die Belastung durch höhere Zinsen zumindest teilweise auffangen.

Der DAX hatte sich bereits am Vorabend robuster gezeigt als sein US-Pendant und war 0,5 Prozent im Plus aus dem Handel gegangen. Die vorbörsliche Stärke am Donnerstag setzt diesen Trend fort. Ob sich die anfängliche Erleichterung über den Handelstag hält, dürfte auch davon abhängen, wie die US-Börsen die Warsh-Aussagen zur Inflation im Tagesverlauf weiter verarbeiten.

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Dr. Robert Sasse

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