Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Sorgen um die Ölversorgung haben den deutschen Leitindex zum Wochenausklang fest im Griff. Anstatt einer Erholung sahen sich Anleger mit einem weiteren Rücksetzer konfrontiert, der das technische Bild nachhaltig eintrübt. Müssen sich Marktteilnehmer nun auf eine längere Korrekturphase einstellen?
Der Freitag bestätigte die Nervosität der Marktteilnehmer. Mit einem Tagesverlust von 0,94 Prozent ging der DAX bei 23.591,03 Punkten aus dem Handel. Besonders der Wochenvergleich verdeutlicht den Verkaufsdruck: Innerhalb von sieben Tagen verlor das Barometer 6,70 Prozent an Wert. Auslöser für die Kapitalflucht war primär der rasant steigende Ölpreis, der Inflationsängste schürt und die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen dämpft.
Charttechnik: Warnsignale leuchten
Das technische Fundament des Index hat Risse bekommen. Der Kurs ist signifikant unter den viel beachteten 200-Tage-Durchschnitt gefallen, der aktuell bei 24.183,08 Punkten verläuft. Ein solcher Bruch gilt oft als Indikator für einen mittelfristigen Trendwechsel. Der Abstand zu dieser wichtigen Glättungslinie beträgt mittlerweile knapp 2,5 Prozent. Auch die psychologisch relevante Marke von 24.000 Punkten wurde deutlich unterschritten, was den Bären vorerst das Feld überlässt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?
Flucht in die Defensive
Die Sektorenentwicklung spiegelte die Risikoaversion wider. Während zinssensible Technologiewerte und Banken verkauft wurden, suchten Investoren Schutz in defensiven Hafen. Rheinmetall profitierte von der geopolitischen Lage, auch Scout24 und Beiersdorf konnten sich dem Abwärtssog entziehen. Auf der Verliererseite stand unter anderem Infineon, nachdem die UBS ihre Kaufempfehlung gestrichen hatte. Auch die Deutsche Bank geriet in diesem Umfeld unter die Räder.
Für die neue Woche bleibt das Umfeld fragil. Mit einer annualisierten Volatilität von 18,42 Prozent müssen Anleger weiterhin mit starken Schwankungen rechnen. Sollten die geopolitischen Nachrichten keine Entspannung signalisieren, rücken die nächsten Unterstützungszonen in den Fokus, da der Puffer zum 52-Wochen-Tief bei 19.670 Punkten zwar noch besteht, aber das Momentum derzeit klar gegen den Markt läuft.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
