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Datadog Aktie: Analysten gespalten

Die Aktie von Datadog wird von gegensätzlichen Analysteneinschätzungen geprägt, die zwischen KI-Wachstumspotenzial und Wettbewerbsrisiken schwanken. Die jüngsten Quartalszahlen waren dennoch solide.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gegensätzliche Kursziele von KeyBanc, Morgan Stanley und Goldman Sachs
  • Optimistische Prognosen durch KI-Nachfrage und Cloud-Migration
  • Pessimistische Einschätzung wegen schärferem Marktwettbewerb
  • Aktienkurs deutlich unter Allzeithoch trotz guter Quartalszahlen

Die Datadog-Aktie wird derzeit von gegensätzlichen Analystenmeinungen hin- und hergerissen. Während einige Banken das Wachstumspotenzial durch KI und Cloud-Migration betonen, warnen andere vor schärferem Wettbewerb und veränderten Kundenausgaben. Diese Divergenz sorgt für Unsicherheit unter Investoren.

Gegenläufige Signale von der Wall Street

Die Bewertungen führender Investmenthäuser könnten unterschiedlicher kaum sein. KeyBanc senkte am 12. Januar zwar das Kursziel von 230 auf 170 US-Dollar, behält aber eine „Overweight“-Einstufung bei. Die Bank sieht Datadog weiterhin als „vielseitigen KI-Nutzerzieher“ mit Stärken in den Bereichen Observability und Sicherheit.

Morgan Stanley ging am selben Tag noch optimistischer vor und stufte die Aktie auf „Overweight“ hoch, bei einem Kursziel von 180 Dollar. Die Analysten begründen dies mit einer verbesserten Wachstumsaussicht für 2026, getrieben durch beschleunigte Cloud-Migration und die Nachfrage aus KI-Architekturen. Sie prognostizieren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 23% für den Kernumsatz bis 2028.

Ein völlig anderes Bild zeichnet Goldman Sachs. Die Bank stufte Datadog ebenfalls am 12. Januar auf „Sell“ herab und setzte ein Kursziel von nur 113 Dollar. Als Gründe nennt Goldman einen verschärften Wettbewerb im Observability-Markt und einen erwarteten Trend zu kostengünstigeren, „deflationären Architekturen“ im Jahr 2026. Besonderer Druck komme von Konkurrenten wie Grafana sowie den Cloud-Giganten selbst, etwa Amazon Web Services.

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Aktie unter Volatilitätsdruck

Die Unsicherheit schlägt sich im Kurs nieder. Die Aktie notiert mit deutlichen Verlusten und hat etwa 40% von ihrem Allzeithoch vom November 2025 eingebüßt. Die jüngsten Unternehmenszahlen lieferten jedoch solide Ergebnisse: Sowohl der Gewinn als auch der Umsatz im dritten Quartal 2025 übertrafen die Erwartungen der Analysten. Zudem hat Datadog die strategische Partnerschaft mit Amazon Web Services ausgebaut, um gemeinsame Produkte in den Bereichen KI und Sicherheit auf den Markt zu bringen.

Die widersprüchlichen Analystenstimmen bilden die dynamischen Veränderungen im Enterprise-Software-Sektor ab. Die weitere Kursentwicklung wird maßgeblich davon abhängen, ob sich die optimistische Wachstumsthese oder die pessimistische Wettbewerbs-These durchsetzt. Die nächsten Quartalszahlen werden ein wichtiger Indikator sein.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.