Der französische Nahrungsmittelkonzern steht unter Druck. Die Aktie verlor am Montag zeitweise 3,55 Prozent auf 65,14 Euro. Der Grund: Behörden in Singapur haben Anfang der Woche den Verkauf einer Babynahrungsmarke des Konzerns gestoppt – mögliche bakterielle Verunreinigungen waren der Auslöser.
Danone reagierte zunächst mit Beschwichtigungen. Routinekontrollen und gezielte Analysen hätten die Sicherheit der Produkte bestätigt, so der Konzern. Alle geltenden Sicherheitsvorschriften würden vollständig erfüllt. Doch die Realität sieht anders aus.
Rückzug auf mehreren Märkten
Als „verantwortungsbewusster Hersteller“ zieht Danone nun ausgewählte Chargen von Säuglingsnahrungsprodukten aus den Zielmärkten zurück. Der Konzern spricht von einer „sehr begrenzten Anzahl“ – welche Märkte genau betroffen sind, ließ das Unternehmen offen. Die offizielle Begründung: Lokale Lebensmittelsicherheitsbehörden würden ihre Leitlinien derzeit anpassen.
Für weitere Stellungnahmen war Danone zunächst nicht erreichbar. Die Zurückhaltung überrascht kaum, denn die Lage ist heikel.
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Nestlé-Déjà-vu belastet die Branche
Das Problem ist nicht neu. Der Schweizer Konkurrent Nestlé musste bereits einen großangelegten Rückruf durchführen – aus denselben Gründen. Bakterielle Kontaminationen bei Babynahrung sind für Hersteller der Super-GAU. Das Vertrauen der Eltern steht auf dem Spiel, und genau dieses Vertrauen ist das wertvollste Asset im Segment.
Die Börse reagiert entsprechend nervös. Während europäische Aktien am Montag weitgehend seitwärts tendierten – der STOXX 600 legte marginal um 0,06 Prozent zu – rutschte Danone deutlich ab. Investoren bleiben vorsichtig, zumal die jüngsten geopolitischen Turbulenzen durch Donald Trumps Zolldrohungen noch nachwirken.
Ob der Rückruf tatsächlich so begrenzt bleibt, wie Danone behauptet, wird sich zeigen. Die Märkte jedenfalls trauen der Entwarnung noch nicht.
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