Danaher zeigt zum Wochenabschluss Stärke. Die Aktie kletterte am Freitag um knapp zwei Prozent auf 174,60 Euro. Damit setzt der Diagnostik-Spezialist seine Erholung fort. In den vergangenen 30 Tagen legte das Papier um fast zehn Prozent zu.
Der Konzern lässt das Tief aus dem Mai hinter sich. Damals notierte der Kurs bei rund 137 Euro. Ein zentraler Grund für den Aufschwung liegt in den Auftragsbüchern der Sparte Bioprocessing.
Trendwende bei den Aufträgen
Die Bestellungen für Bioprocessing-Anlagen stiegen im Jahresvergleich um 30 Prozent. Dies ist das erste Plus seit zwei Jahren. Die Phase, in der Pharmakunden ihre Lagerbestände massiv abbauten, scheint beendet zu sein.
Parallel dazu kämpft die Diagnostik-Sparte mit Gegenwind. Der Umsatz bei der Tochter Cepheid sank im Bereich der Atemwegserkrankungen um ein Viertel. Ein milder Verlauf der Grippesaison bremste hier die Nachfrage deutlich aus.
Strategische Zukäufe im Fokus
Das Management setzt auf Akquisitionen, um das Portfolio zu verbreitern. Danaher übernimmt derzeit den Monitoring-Spezialisten Masimo. Zudem baut das Unternehmen Kooperationen mit Merck KGaA und Bio-Techne aus.
Großanleger reagieren bereits auf diese Neuausrichtung. Azzad Asset Management hat seine Position zuletzt um fast 60 Prozent aufgestockt. Der Investor hält nun mehr als 25.500 Anteile an dem US-Konzern.
Analysten bleiben angesichts der Bewertung jedoch zurückhaltend. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei etwa 37. Viele Experten sehen das Papier damit als fair bewertet an und belassen ihr Urteil auf „Halten“.
Technisch steht die Aktie vor einer Hürde. Der Kurs notiert nur knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 175,94 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Level fehlt bisher.
Die Entscheidung fällt Ende Juli. Dann stellt Danaher die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Das Augenmerk liegt darauf, ob der Zuwachs bei den Aufträgen bereits in steigende Umsätze mündet.
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