Daldrup & Söhne belohnt seine Anteilseigner mit einer deutlich höheren Ausschüttung. Nachdem die Hauptversammlung Ende August die vorgeschlagene Dividendenerhöhung offiziell beschlossen hat, rückt die operative Dynamik des Bohrtechnikspezialisten verstärkt in den Fokus. Trotz eines Kursrückgangs am heutigen Montag von 2,5 Prozent bleibt die Aktie im längerfristigen Vergleich gut unterstützt.
Wachstumssprung im ersten Halbjahr
Die Aktionäre stimmten am 27. August einer Anhebung der Dividende auf 0,18 Euro je Aktie zu. Dies entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt für die Gesellschaft, die damit an die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Monate anknüpft und die Anteilseigner direkt am Erfolg beteiligt.
Die operative Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 stützte diesen Kurs deutlich. Laut Unternehmensangaben vom 31. August kletterte die Konzern-Gesamtleistung in den ersten sechs Monaten um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete in diesem Zeitraum einen Zuwachs von 30,6 Prozent.
Damit erreichte das EBIT einen Wert von 3,46 Millionen Euro. Zwar lag die entsprechende Marge mit 10,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 12,8 Prozent, dennoch zeigt die Tendenz ein erhebliches Wachstum im Kerngeschäft. Das Unternehmen profitiert dabei von einer stabilen Nachfrage nach geothermischen Lösungen und Bohrleistungen.
Auftragsbestand sichert langfristige Auslastung
Ein wesentlicher Treiber für die künftige Auslastung bleibt der hohe Auftragsbestand. Dieser belief sich im August 2026 auf 132 Millionen Euro. Einen nennenswerten Beitrag zur langfristigen Sicherung der Kapazitäten leistete hierzu ein Großprojekt der AFK Geothermie GmbH, dessen Beauftragung bereits am 13. Juli bekannt gegeben wurde.
Das Auftragsvolumen für zwei neue Tiefenbohrungen in Aschheim liegt zwischen 16 und 18 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen bis zu einer Tiefe von etwa 3.700 Metern führen und bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Der Start der operativen Umsetzung vor Ort ist für das Ende des laufenden Jahres terminiert.
Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnet die Aktie eine Wertsteigerung von 19 Prozent. Am heutigen Montag notiert das Papier bei 23,10 Euro. Damit bewegt sich der Kurs weiterhin auf einem stabilen Niveau, wenngleich er mit einem gewissen Abstand unter dem bisherigen Jahreshoch aus dem Februar bleibt. Die fundamentale Entwicklung durch neue Großaufträge und die gestiegene Dividende liefert jedoch eine solide Basis für die kommenden Quartale.
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