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Daldrup, Soehne Aktie: 120-Millionen-Orderbuch

Geothermie-Spezialist Daldrup & Söhne meldet Auftragsbestand von 120 Mio. Euro und sieht Kapazitäten bis 2027 ausgelastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragsbestand auf 120 Millionen Euro gestiegen
  • Kapazitäten rechnerisch bis 2027 ausgelastet
  • Kommunale Wärmeplanung als wichtiger Treiber
  • Management peilt EBIT-Marge von 11,5 bis 13,5 Prozent an

Die Daldrup & Söhne Aktie schloss am Freitag bei 21,80 € – ein Minus von 2,24 Prozent. Seit Jahresbeginn steht trotzdem ein Plus von gut 15 Prozent. Der Kurs liegt damit zwar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 22,66 €. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt aber intakt.

Wichtiger als die Tagesbewegung: das Fundamentale. Der Geothermie-Spezialist meldet einen Auftragsbestand von rund 120 Millionen Euro. Vor einem Jahr waren es 31 Millionen. Eine Vervielfachung.

Volle Auftragsbücher, neue Großprojekte in Sicht

Auf dem jüngsten Capital Markets Day in Pullich hat das Management klargemacht: Die Nachfrage nach Tiefengeothermie-Bohrungen bleibt hoch. Die Kapazitäten sind rechnerisch bis weit ins Jahr 2027 ausgelastet. Gleichzeitig stehen offenbar Verhandlungen über weitere Großaufträge kurz vor dem Abschluss.

Der Treiber: die kommunale Wärmeplanung in Deutschland. Immer mehr Städte und Gemeinden wechseln von der Planungs- in die Umsetzungsphase. Das Geothermiebeschleunigungsgesetz hilft. Es stuft Geothermie als „überragendes öffentliches Interesse“ ein und verkürzt Genehmigungsfristen.

Technische Konsolidierung nach Rallye

Der RSI liegt bei 48,4 – neutral. Weder überkauft noch überverkauft. Die Aktie notiert rund 12,5 Prozent über der 200-Tage-Linie bei 19,37 €. Marktbeobachter werten die aktuelle Schwäche als Konsolidierung nach der starken Rallye.

Zwei Faktoren bleiben für die kommenden Wochen spannend. In Bayern tritt im Juli der sogenannte „Wasser-Cent“ in Kraft – eine neue Gebühr für Grundwasserentnahmen. Noch ist unklar, wie stark das die Kalkulation künftiger Projekte belastet. Und: Analysten sehen Raum für positive Überraschungen bei der operativen Marge. Das Management selbst peilt für 2026 eine EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent an.

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