Daimler Truck legt am Freitagmorgen seine Zahlen zum dritten Quartal vor. Der Termin fällt in eine Woche, in der Warnstreiks der IG Metall auch Standorte des Lkw-Herstellers erreichen. Zusätzlich dürfte der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober die Stimmung am Markt mitbestimmen.
Warnstreiks erfassen Mannheim und Kassel
Die IG Metall weitet ihre Aktionen in der Metall- und Elektroindustrie aus. Bis Ende der Woche sind Arbeitsniederlegungen in mehr als 2.000 Betrieben geplant, rund 3,7 Millionen Beschäftigte sind betroffen. Die Friedenspflicht endete am Sonntag.
Bei Daimler Truck und Daimler Buses in Mannheim legten nach Gewerkschaftsangaben rund 3.000 Beschäftigte die Arbeit nieder. Am Standort Kassel sind befristete Ausstände angekündigt. Die Gewerkschaft fordert bei zwölf Monaten Laufzeit fünf Prozent mehr Geld sowie Garantien für Jobs und Standorte.
Die Arbeitgeber bieten eine Einmalzahlung im kommenden Jahr und eine stufenweise Erhöhung um 1,3 Prozent erst im Juli 2028. Nach zwei Verhandlungsrunden zeichnet sich keine Einigung ab. Die nächste Runde in Baden-Württemberg soll am Donnerstag in Ludwigsburg stattfinden. Die Arbeitgeberseite verweist auf die schwierige Lage und hohe Kosten am Standort Deutschland, Hessenmetall sprach von „unangebrachtem Säbelrasseln“.
Rückkauf läuft planmäßig
Parallel dazu meldete der Konzern Fortschritte beim Aktienrückkauf. In der letzten Oktoberwoche erwarb Daimler Truck über Xetra gut 810.000 eigene Aktien zu Kursen zwischen 40,40 und 40,80 Euro. Das entspricht einem Volumen von rund 33 Millionen Euro.
Seit dem Start am 16. März summieren sich die zurückgekauften Papiere auf gut 12,4 Millionen Stück. Die Käufe laufen ausschließlich über die Börse, ein beauftragtes Kreditinstitut führt sie aus.
Kurs vor dem Zahlentermin
Die Aktie notierte am Morgen bei rund 41 Euro und damit praktisch unverändert. Auf Sicht von drei Monaten steht allerdings ein Minus von gut 16 Prozent zu Buche, binnen eines Jahres ein Plus von rund 21 Prozent.
Die Quartalszahlen am Freitag liefern den nächsten Anhaltspunkt, ob der Konzern trotz Tarifkonflikt und schwachem Konjunkturumfeld seinen Kurs hält. Am selben Tag erscheinen die deutsche Industrieproduktion für September und der US-Arbeitsmarktbericht.
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