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D-Wave: Roadshow ab 14. Mai soll Vertrauen zurück

D-Wave Quantum startet Investorenroadshow nach schwachem Quartal. Hohe Buchungen stehen sinkenden Umsätzen und Verlusten gegenüber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftritte auf sechs Investorenkonferenzen geplant
  • Quartalserlöse um 81 Prozent eingebrochen
  • Rekordbuchungen von 33,4 Millionen Dollar erzielt
  • Kurszielsenkungen nach gemischten Quartalszahlen

D-Wave Quantum geht mit Rückenwind bei Aufträgen, aber Gegenwind im Kurs in eine dichte Investorenwoche. Am 20. Mai 2026 tritt das Management auf der J.P.-Morgan-Technologiekonferenz in Boston auf. Nach den gemischten Quartalszahlen ist das mehr als ein Pflichttermin: Der Markt sucht eine schlüssige Brücke zwischen Buchungen und wiederkehrendem Umsatz.

Roadshow trifft auf schwachen Sektor

Die Boston-Reise ist die zweite Station eines eng getakteten Programms mit insgesamt sechs Auftritten. Gestartet ist die Serie bei Needham am 14. Mai, sie reicht bis zum Rosenblatt-Technologiegipfel am 10. Juni. Dazwischen stehen unter anderem Termine bei Canaccord Genuity, TD Cowen und Baird an.

Der Zeitpunkt ist heikel. Der Quantum-Sektor geriet am Freitag breit unter Druck, D-Wave schloss bei 17,48 Euro und verlor auf Wochensicht 14,25 Prozent. Seit Jahresanfang liegt die Aktie 27,18 Prozent im Minus.

Die Bewegung wirkt nicht isoliert. Auch andere börsennotierte reine Quantum-Werte wurden verkauft, was eher nach einem Abbau spekulativer Positionen als nach einem unternehmensspezifischen Schock aussieht. Bemerkenswert bleibt: D-Wave verfügt über 588,4 Millionen Dollar an Barmitteln und trägt keine Schulden.

Das Quartal liefert Angriffsfläche

Die Zahlen zum ersten Quartal zeigen den Kernkonflikt. Die Erlöse brachen um 81 Prozent ein, der Nettoverlust weitete sich auf 18,4 Millionen Dollar aus. Im Vorjahresquartal hatte das Minus bei 5,4 Millionen Dollar gelegen.

Ein Steuerertrag aus der Übernahme von Quantum Circuits milderte das Ergebnis um 28,5 Millionen Dollar. Am operativen Bild ändert das wenig: Höhere Kosten und eine schwächere Bruttomarge belasten die Profitabilität.

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Der bereinigte EBITDA-Verlust lag bei 32,8 Millionen Dollar. Das ist eine Verschlechterung um 26,7 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahr, als der Verlust noch 6,1 Millionen Dollar betragen hatte.

Die positive Gegenseite liegt im Auftragseingang. D-Wave meldete Rekordbuchungen von 33,40 Millionen Dollar, darunter einen Advantage2-Verkauf an die Florida Atlantic University über 20,0 Millionen Dollar und einen zweijährigen QCaaS-Vertrag mit einem Fortune-100-Unternehmen über 10,0 Millionen Dollar. Genau daraus muss nun planbarer Umsatz werden.

Analysten bleiben gespalten

Die Reaktion der Wall Street fällt nicht einheitlich aus. Mizuho senkte das Kursziel auf 29 Dollar, Canaccord reduzierte auf 41 Dollar; beide Ziele lagen zuvor leicht höher. Das ist keine Abkehr von der Story, aber ein Hinweis auf gestiegene Vorsicht nach den Zahlen.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 35,17 Dollar. Die Spanne reicht von 19,58 Dollar bis 45 Dollar. Damit bleibt die Erwartungshaltung hoch, obwohl das operative Geschäft noch stark schwankt.

Auch die Prognose zeigt, dass D-Wave Zeit braucht. Für die kommenden beiden Quartale stellt das Unternehmen weitere Verluste von 0,08 Dollar je Aktie in Aussicht, bei erwarteten Umsätzen von 6,26 Millionen Dollar und 12,85 Millionen Dollar. Der Sprung vom Projektgeschäft zu wiederkehrenden Cloud-Erlösen bleibt damit der wichtigste Prüfstein.

Nach Boston folgen weitere Termine mit Signalwirkung: Am 1. Juni veranstaltet D-Wave erstmals einen Investorentag an der New York Stock Exchange und online, am 18. Juni folgt die Nutzerkonferenz Qubits Europe in London. Bis dahin muss das Management vor allem zeigen, wie aus starken Buchungen ein belastbarer Umsatzpfad werden soll.

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