Starkes Umsatzwachstum, neue Rüstungsverträge, eine milliardenschwere Übernahme — und trotzdem bricht die Aktie ein. D-Wave Quantum verlor am 26. März rund 9 Prozent an einem einzigen Handelstag. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 37,6 Prozent.
Übernahme soll Technologielücke schließen
Der strategisch wichtigste Schritt des Unternehmens ist die geplante Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar — 300 Millionen in D-Wave-Aktien, 250 Millionen in bar. Der Deal soll den Einstieg in den sogenannten Gate-Modell-Markt beschleunigen, der bislang von Wettbewerbern wie IBM und Google dominiert wird.
Die Technologie von Quantum Circuits basiert auf einem Dual-Rail-Ansatz mit integrierter Fehlererkennung. Das senkt laut D-Wave den Ressourcenbedarf für logische Qubits erheblich. Ein erstes Gate-Modell-System soll noch 2026 verfügbar sein. Verzögerungen bei diesem Programm gelten allerdings als eines der zentralen Risiken für den Kurs.
Zahlen enttäuschen trotz Jahreswachstum
Für das Geschäftsjahr 2025 meldete D-Wave einen Umsatz von 24,6 Millionen Dollar — ein Plus von 179 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge liegt bei starken 82,6 Prozent.
Das vierte Quartal trübte das Bild jedoch spürbar. Der Umsatz von 2,8 Millionen Dollar verfehlte die Analystenerwartung von 3,6 Millionen Dollar deutlich. Der Verlust je Aktie lag bei 0,09 Dollar statt der erwarteten 0,06 Dollar. Die operative Marge von minus 1.427,8 Prozent zeigt, wie weit die Betriebskosten noch über den Erlösen liegen.
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Verträge und neues Podcast-Format
Auf der Kundenseite kann D-Wave konkrete Fortschritte vorweisen. Mit Anduril und Davidson wurde eine Zusammenarbeit für quantengestützte Anwendungen in der US-Luft- und Raketenabwehr vereinbart — erste Tests zeigten eine mindestens zehnfach schnellere Lösungsfindung und eine Verbesserung der Bedrohungsabwehr um 9 bis 12 Prozent. Zudem schloss das Unternehmen einen zweijährigen QCaaS-Vertrag im Wert von 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Konzern ab.
Flankiert wird das alles durch ein neues Podcast-Format namens „Quantum Matters“, das ab dem 7. April 2026 erscheint. Moderiert vom hauseigenen VP Murray Thom, soll die Reihe zeigen, wie Unternehmen Quantencomputing heute bereits einsetzen.
Kursziel und aktuelle Bewertung klaffen auseinander
Beim aktuellen Kurs von rund 13,90 Dollar liegt die Aktie rund 63 Prozent unter dem durchschnittlichen Analystenkursziel von 37,40 Dollar. Das spiegelt die Erwartung wider, dass der Gate-Modell-Einstieg und die wachsende Kundenbasis mittelfristig Früchte tragen. Ob der Zeitplan hält, wird sich spätestens mit dem nächsten Quartalsbericht und dem geplanten Systemstart im Laufe des Jahres zeigen.
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