D-Wave Quantum enttäuschte mit seinen Zahlen für das vierte Quartal 2025 deutlich. Der bereinigte Verlust von 0,09 Dollar je Aktie übertraf die erwarteten 0,06 Dollar, während der Umsatz mit 2,8 Millionen Dollar klar unter den prognostizierten 3,7 Millionen Dollar blieb. Besonders brisant: Die Auftragseingänge brachen um 27 Prozent auf 13,4 Millionen Dollar ein – ein Rückgang, der Zweifel an der kurzfristigen Geschäftsdynamik schürt.
Trotz anfänglicher Kursgewinne von über drei Prozent im vorbörslichen Handel drehte die Aktie ins Minus. Am 5. März verlor das Papier 7,75 Prozent an Wert.
Starkes Gesamtjahr kontrastiert schwaches Quartal
Das Gesamtjahr 2025 zeichnet ein anderes Bild. D-Wave steigerte den Jahresumsatz um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar. Zudem meldete das Unternehmen zum 25. Februar bestätigte Aufträge für 2026 in Höhe von 32,8 Millionen Dollar – deutlich mehr als der Vorjahresumsatz. CEO Alan Baratz betonte, dass nur unwiderrufliche Bestellungen als Auftragseingänge erfasst werden.
Die Bruttomarge liegt bei beachtlichen 82,6 Prozent. Gleichzeitig bleiben die operativen Margen tief im negativen Bereich. Die Liquidität hat sich kräftig verbessert: Ende Dezember 2025 verfügte D-Wave über 884,5 Millionen Dollar an Cash und marktfähigen Wertpapieren – ein Plus von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Quantum Circuits-Deal als strategischer Wendepunkt
Am 7. Januar 2026 kündigte D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar an – 300 Millionen in Aktien, 250 Millionen in bar. Quantum Circuits entwickelt supraleitende Gate-Modell-Quantencomputer, eine Technologie, die auch IBM einsetzt. Mit dieser Akquisition erweitert D-Wave sein Technologie-Portfolio erheblich.
Die Dual-Rail-Technologie von Quantum Circuits ermöglicht höherwertige Qubits bei gleichzeitig geringerem Hardwareaufwand für logische Qubits. Die Kombination beider Plattformen soll eine beschleunigte Produktroadmap ermöglichen. Ein erstes Dual-Rail-System ist noch für 2026 angekündigt.
Makroumfeld belastet Tech-Sektor
Der Kursrückgang bei D-Wave steht nicht isoliert. Tech-Aktien gerieten Anfang 2026 generell unter Druck, nachdem Inflationsdaten Ende Februar über den Erwartungen lagen. Der jüngste Arbeitsmarktbericht zeigte einen Stellenabbau von 92.000 Jobs – deutlich mehr als die erwarteten 50.000.
Seit Jahresbeginn hat die D-Wave-Aktie über 27 Prozent verloren. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 6,9 Milliarden Dollar, was etwa dem 157-Fachen des erwarteten Umsatzes entspricht. Der Quantencomputer-Markt soll von vier Milliarden Dollar 2024 auf 72 Milliarden Dollar 2035 wachsen – ein Wachstumspotenzial, das langfristige Investoren weiter anzieht.
Holprige Umsatzentwicklung erwartet
Laut CFO rechnet das Unternehmen mit stärkerem Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2026. Die Integration von Quantum Circuits wird zur entscheidenden Größe. D-Wave dürfte 2026 allein aufgrund der bestätigten Aufträge mehr Umsatz erzielen als 2025. Allerdings warnte das Management, dass Verkäufe und Auftragseingänge schwanken werden – abhängig vom Timing neuer Systemversionen. Der Rückgang der Auftragseingänge im vierten Quartal hat die Euphorie gedämpft und wirft Fragen zur Nachfrage-Kontinuität auf.
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