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D-Wave Quantum Aktie: Quartalszahlen entscheidend

Der Quantencomputing-Pionier D-Wave veröffentlicht am 26. Februar seine Jahreszahlen. Die Aktie verzeichnete zuletzt den stärksten Kursrückgang im Sektor, trotz jüngster Großaufträge und einer bedeutenden Akquisition.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verlor vor Bericht stärksten im Sektor
  • Erwartungen für Umsatz und Verlust je Aktie
  • Jüngste Großaufträge und Akquisition gemeldet
  • Hohe Insider-Verkäufe und Leerverkaufsquote

D-Wave Quantum steht vor einer wegweisenden Woche. Der Quantencomputing-Anbieter veröffentlicht am Donnerstag, 26. Februar, vor Handelsbeginn die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Die Aktie verzeichnete in der Vorwoche den stärksten Rückgang unter den großen Quantencomputing-Werten – und das nur zwei Tage vor dem wichtigen Termin.

Schwächste Entwicklung im Sektor

D-Wave Quantum verlor in der Handelswoche vom 17. bis 20. Februar 8,19 Prozent und schloss bei 18,06 Dollar. Damit entwickelte sich die Aktie deutlich schwächer als IonQ (-6,48 Prozent), Quantum Computing Inc. (-6,73 Prozent) und IBM (-1,99 Prozent). Nur Rigetti Computing zeigte relative Stärke mit einem Minus von lediglich 1,06 Prozent. Der S&P 500 legte im selben Zeitraum um 1,13 Prozent zu.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 46,75 Dollar aus Oktober 2025 hat sich die Aktie mittlerweile rund 60 Prozent entfernt. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von etwa 31 Prozent zu Buche.

Erwartungen für Q4

CEO Dr. Alan Baratz und CFO John Markovich werden die Ergebnisse am Donnerstag um 8:00 Uhr Eastern Time im Rahmen einer Telefonkonferenz erläutern. Die Analystenschätzungen schwanken je nach Quelle: MarketBeat rechnet mit einem Verlust von 0,05 Dollar je Aktie bei Erlösen von 3,74 Millionen Dollar. Investing.com erwartet einen Verlust von 0,062 Dollar je Aktie und Umsätze von 3,72 Millionen Dollar. Zacks prognostiziert Erlöse von 4,14 Millionen Dollar bei einem Verlust von 0,05 Dollar je Aktie.

Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2025 meldete D-Wave Umsätze von 3,7 Millionen Dollar – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. In den ersten neun Monaten 2025 stiegen die Erlöse um 235 Prozent auf 21,8 Millionen Dollar. Die Liquidität lag Ende Q3 bei 836,2 Millionen Dollar.

Insider-Verkäufe belasten Stimmung

Unternehmensinsider haben in den vergangenen 90 Tagen 1.074.466 Aktien im Wert von 31,56 Millionen Dollar verkauft. Im Jahresvergleich veräußerten Insider von IonQ, Rigetti und D-Wave zusammen Aktien im Wert von rund 615 Millionen Dollar – Käufe blieben weitgehend aus.

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Die Bewertung bleibt sportlich: D-Wave wird mit dem fast 299-fachen Umsatz gehandelt, bei weiterhin negativen Betriebsergebnissen. Die Leerverkaufsquote lag Ende Januar bei 15,95 Prozent der frei handelbaren Aktien, nachdem sie Mitte November noch 12,47 Prozent betragen hatte.

Geschäftliche Fortschritte als Gegengewicht

D-Wave hat in den vergangenen Wochen mehrere Großaufträge gemeldet. Ende Januar schloss das Unternehmen einen 10-Millionen-Dollar-Vertrag über zwei Jahre mit einem Fortune-100-Konzern ab. Die Florida Atlantic University orderte ein Advantage2-System für 20 Millionen Dollar. Mit der italienischen Regierung und der Q-Alliance wurde ein mehrjähriger Vertrag über 10 Millionen Euro vereinbart.

Ende letzter Woche verkündete D-Wave zudem die Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen Dollar. Der Deal erweitert das Portfolio um Gate-Model-Quantencomputing. Am 19. Februar trat das Unternehmen als Gründungsmitglied dem Southeastern Quantum Collaborative bei.

Branche unter Beobachtung

Der gesamte Quantencomputing-Sektor bleibt volatil. IonQ legt bereits am 25. Februar Zahlen vor – einen Tag vor D-Wave. Die Ergebnisse könnten die Stimmung für die Branche prägen.

Am Donnerstag werden Investoren vor allem darauf achten, ob D-Wave sein Umsatzwachstum im vierten Quartal fortsetzen konnte und welchen Ausblick das Management für 2026 gibt. Auch Details zur Integration von Quantum Circuits und zur Kundenakzeptanz dürften im Fokus stehen.

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Diskussion zu D-Wave Quantum

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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