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D-Wave Quantum Aktie: Gefährliche Umsatzlücke

D-Wave Quantum verzeichnet trotz massiv gewachsener Vertriebspipeline nur schleppende Umsätze bei gleichzeitig stark steigenden Ausgaben. Der Aktienkurs fällt deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vertriebspipeline wächst um fast 1.500 Prozent
  • Umsatz verfehlt Erwartungen deutlich
  • Operative Ausgaben steigen um 15 Prozent pro Quartal
  • Aktienkurs verliert im laufenden Jahr 45 Prozent

D-Wave Quantum sitzt auf einer gigantischen Vertriebspipeline, die sich auf dem Papier hervorragend liest. In der Realität tut sich das Unternehmen jedoch schwer, diese potenziellen Aufträge in zählbare Einnahmen zu verwandeln. Während die Ausgaben für die neue technologische Doppelstrategie rasant steigen, wachsen am Markt die Zweifel an der kommerziellen Skalierbarkeit der Quantencomputer.

Lange Verkaufszyklen bremsen

Das Kernproblem liegt in der operativen Umsetzung. Obwohl die Vertriebspipeline zu Beginn des Geschäftsjahres 2026 um fast 1.500 Prozent gewachsen sein soll, fließen die tatsächlichen Einnahmen nur spärlich. Die hohe Komplexität der Systeme und extrem lange Verkaufszyklen verzögern die Umsatzrealisierung massiv. Die verbuchten Aufträge für den Jahresauftakt belaufen sich auf lediglich 32,8 Millionen US-Dollar.

Gleichzeitig nimmt das Management viel Geld in die Hand, um die Integration der bewährten Annealing-Technologie mit dem neuen Gate-Modell voranzutreiben. Nach der Übernahme von Quantum Circuits Inc. im Januar 2026 steigen die operativen Ausgaben deutlich. Für das laufende Jahr rechnet D-Wave mit einem vierteljährlichen Kostenanstieg von rund 15 Prozent. Die Mittel fließen vor allem in neues Personal für Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau von Produktionsstätten in Connecticut und Florida.

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Enttäuschung an der Börse

Finanziell ist das Unternehmen für diese Expansion vorerst gerüstet. Mit liquiden Mitteln in Höhe von 884,5 Millionen US-Dollar am Ende des vergangenen Geschäftsjahres verfügt D-Wave über ein massives Polster. Das entspricht einem Zuwachs von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

An der Börse sorgt diese Kapitaldecke allerdings nicht für Beruhigung. Gestern gab der Kurs um weitere 5 Prozent auf 13,85 US-Dollar nach. Damit summiert sich der Verlust im laufenden Jahr bereits auf rund 45 Prozent. Verantwortlich für den Abwärtsdruck sind die enttäuschenden Ergebnisse des vierten Quartals 2025. Mit einem Umsatz von 2,75 Millionen US-Dollar verfehlte D-Wave die Markterwartungen von 3,72 Millionen deutlich. Auch der Verlust je Aktie fiel mit 0,09 US-Dollar höher aus als prognostiziert.

Das Management peilt bis zum Jahr 2028 einen Umsatz von 122,5 Millionen US-Dollar an. Der Weg dorthin erfordert nun eine drastische Beschleunigung der Vertragsabschlüsse. Die hohe Liquidität sichert zwar die kurzfristige Finanzierung der neuen Forschungszentren, kann die fundamentale Lücke zwischen explodierenden Entwicklungskosten und den bisher stagnierenden Einnahmen aber nicht dauerhaft schließen.

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Diskussion zu D-Wave Quantum

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.