D-Wave Quantum verzeichnete am Donnerstag ein außergewöhnlich hohes Handelsvolumen von 54,2 Millionen Aktien – 69 Prozent über dem Tagesdurchschnitt. Auslöser war der Auftritt von CEO Dr. Alan Baratz auf der TD Cowen Technology Conference in New York, bei dem das Unternehmen neue Leistungsdaten für sein Advantage2-System präsentierte.
25.000-fache Performance-Steigerung angekündigt
Der Quantencomputer der sechsten Generation verfügt über mehr als 4.400 Qubits und eine 20-fach vernetzte Architektur. Laut Management liefert das System bei großen Optimierungsproblemen eine 25.000-fache Leistungssteigerung gegenüber früheren Versionen. Die Installation des ersten Advantage2-Systems an der Florida Atlantic University soll noch vor Jahresende 2026 abgeschlossen werden.
Die Technologie zielt auf komplexe Unternehmensanwendungen ab, bei denen klassische Computer an ihre Grenzen stoßen. D-Wave setzt dabei auf ein „Quantum-as-a-Service“-Modell, das wiederkehrende Umsätze generieren soll.
Bookings steigen um 1.994 Prozent
Die jüngsten Quartalszahlen zum 31. März 2026 zeigen eine deutliche Diskrepanz: Der Umsatz von 2,9 Millionen Dollar verfehlte die Analystenschätzung von 4,19 Millionen Dollar. Gleichzeitig schossen die Auftragseingänge um 1.994 Prozent auf 33,4 Millionen Dollar in die Höhe.
Zwei Großaufträge dominierten das Quartal: ein Systemverkauf über 20 Millionen Dollar und ein Enterprise-Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern über zehn Millionen Dollar. Der Nettoverlust je Aktie lag bei 0,05 Dollar und fiel damit besser aus als die erwarteten 0,08 Dollar.
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Institutionelle Investoren steigen ein
Mitsubishi UFJ Asset Management baute im vierten Quartal 2025 eine Position von 39.400 Aktien auf. Die wachsende institutionelle Beteiligung reflektiert das Interesse an D-Waves Vorreiterrolle bei der Kommerzialisierung von Quantum-Annealing-Technologie.
Canaccord Genuity hält an seiner „Buy“-Einschätzung mit einem Kursziel von 41 Dollar fest. Rosenblatt Securities sieht die Aktie bei 43 Dollar.
Die Aktie notiert aktuell bei 24,23 Euro, nach einem Rückgang von 4,23 Prozent am Freitag. Innerhalb eines Monats legte der Kurs um 54,87 Prozent zu. Das 52-Wochen-Tief von 11,32 Euro liegt mittlerweile 114 Prozent entfernt.
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