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D-Wave Quantum Aktie: Baratz verkauft 688.000 Aktien

Top-Manager von D-Wave Quantum veräußern Aktien im Wert von fast 20 Millionen Dollar. Trotz schwacher Quartalszahlen sehen Analysten weiteres Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CEO und CFO verkaufen Aktienpakete
  • Umsatz bricht um 81 Prozent ein
  • Liquidität von über 588 Millionen Dollar
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlung

Bei D-Wave Quantum machen die Top-Manager Kasse. CEO Alan Baratz und CFO John Markovich verkauften in den vergangenen Tagen Aktien im Wert von fast 20 Millionen US-Dollar. Trotz dieses massiven Insider-Verkaufs bleiben Analysten erstaunlich gelassen. Die Wall Street feiert weiterhin die technologischen Fortschritte des Unternehmens.

Kasse machen auf Chefebene

CEO Alan Baratz trennte sich am 8. Juni 2026 von knapp 688.000 Aktien. Er erlöste damit rund 18 Millionen US-Dollar. Zuvor übte er Optionen zu sehr günstigen Kursen aus. Laut Pflichtmitteilung diente der Schritt der Finanz- und Steuerplanung.

Baratz hält nach der Transaktion weiterhin über drei Millionen Papiere. Finanzchef John Markovich folgte dem Beispiel. Er stieß kurz darauf eigene Aktien für 1,34 Millionen US-Dollar ab.

Schwacher Umsatz, volle Kassen

Die Verkäufe folgen auf durchwachsene Quartalszahlen. Der Umsatz brach im ersten Quartal um fast 81 Prozent auf 2,86 Millionen US-Dollar ein. Der Grund ist ein simpler Basiseffekt. Im Vorjahresquartal verbuchte D-Wave einen millionenschweren Systemverkauf.

Ein Risiko für den Betrieb besteht aktuell nicht. Im Gegenteil. D-Wave beendete das Quartal mit liquiden Mitteln von über 588 Millionen US-Dollar. Hinzu kommt ein geplantes staatliches Investment. Die US-Regierung will 100 Millionen US-Dollar über den CHIPS Act beisteuern.

Analysten halten am Kursziel fest

Die Wall Street ignoriert die Insider-Verkäufe weitgehend. Rosenblatt Securities bestätigte das Kaufvotum. Analyst Kevin Garrigan sieht das Kursziel bei 43 US-Dollar. Er lobt die Fortschritte bei der Entwicklung neuer Quantencomputer.

D-Wave präsentierte kürzlich einen neuen Fahrplan für fehlertolerante Systeme. Das Ziel:

  • 2026 bis 2028: Systeme mit bis zu 181 physischen Qubits.
  • 2030: Erste Rechner mit 10 logischen Qubits.
  • 2032: Erreichen von 100 logischen Qubits für KI-Anwendungen.

Die Aktie spiegelt diese langfristigen Ziele noch nicht wider. Aktuell pendelt der Kurs um die Marke von 20,55 Euro. Damit notiert das Papier gut 46 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Oktober. Die extreme Volatilität von 139 Prozent bleibt das bestimmende Merkmal.

Die kommenden Monate erfordern starke Nerven. D-Wave muss nun beweisen, dass der technologische Fahrplan hält. Die enormen Barreserven sichern die Entwicklung vorerst ab. Fällt die Aktie jedoch unter den 50-Tage-Durchschnitt von 18,57 Euro, droht charttechnisch ein erneuter Test der Jahrestiefs.

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Diskussion zu D-Wave Quantum

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.