Gemischte Gefühle an der Wall Street: D-Wave Quantum lieferte gestern Abend zwar ein massives Umsatzwachstum für 2025, enttäuschte jedoch beim Verlust pro Aktie. Doch der eigentliche Hammer verbirgt sich im laufenden Geschäftsjahr. Die Auftragseingänge der ersten Wochen 2026 übertreffen bereits den gesamten Vorjahresumsatz – ist das der Startschuss für eine nachhaltige Rallye?
Explosives Wachstum trifft auf rote Zahlen
Die nackten Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigen ein Unternehmen im Turbomodus, das jedoch noch immer Geld verbrennt. Der Jahresumsatz 2025 kletterte um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar. Besonders erfreulich für Investoren ist die Bruttomarge, die auf starke 82,6 Prozent stieg. Das beweist: Wenn D-Wave Systeme verkauft, bleibt viel Geld hängen.
Das Problem liegt jedoch unter dem Strich. Der bereinigte Nettoverlust im vierten Quartal weitete sich auf 31,8 Millionen Dollar (0,09 Dollar pro Aktie) aus und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten, die mit einem Minus von 0,06 Dollar gerechnet hatten. Insgesamt summierte sich der Nettoverlust auf signifikante 355 Millionen Dollar.
Die eigentliche Musik spielt jedoch in der Zukunft. Bereits bis zum 25. Februar 2026 verzeichnete das Unternehmen neue Aufträge im Wert von über 32,8 Millionen Dollar. Allein in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres hat D-Wave also mehr Geschäft angebahnt als im gesamten Jahr 2025 realisiert wurde. Zu den Treibern gehören ein 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf an die Florida Atlantic University sowie ein Cloud-Deal mit einem Fortune-100-Unternehmen.
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Strategische Weichenstellung und volle Kassen
Um dieses Wachstum zu finanzieren und technologisch an der Spitze zu bleiben, hat sich D-Wave ein dickes Finanzpolster zugelegt. Zum Jahresende 2025 lagen 884,5 Millionen Dollar in der Kasse – ein Anstieg von fast 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr, hauptsächlich getrieben durch die Ausübung von Optionsscheinen.
Diese Liquidität nutzt das Management sofort für aggressive Expansion. Mit der Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar (teils in Aktien, teils in bar) sichert sich D-Wave wichtige Technologie zur Fehlerkorrektur bei Quantenprozessoren. Dies gilt als einer der heiligen Grale, um Quantencomputer kommerziell nutzbar zu machen. Gleichzeitig richtet das Unternehmen eine neue Geschäftseinheit speziell für US-Regierungsaufträge ein und verlegt den Hauptsitz nach Florida, um näher an Forschungspartnern und potenziellen Rüstungsaufträgen zu sein.
Die Reaktion der Finanzprofis fällt gespalten aus. Während die Aktie gestern mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 20,13 Dollar reagierte, senkte Roth Capital das Kursziel von 40 auf 30 Dollar. Jefferies hingegen bestätigte die Kaufempfehlung. Die entscheidende Hürde für D-Wave bleibt nun, die massiven Buchungen im Jahresverlauf auch fristgerecht in umsatzwirksame Erlöse zu verwandeln.
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