D-Wave Quantum wechselt die Börse und die Aktie reagiert prompt mit einem kräftigen Satz nach oben. Am Montag steigt der Kurs um 9,29 Prozent auf 15,60 Euro. Der Sprung kommt nur wenige Tage nach dem freiwilligen Wechsel von der New York Stock Exchange zur Nasdaq.
Nasdaq-Debüt trifft auf volatilen Kurs
Am 27. Juli 2026 läutete D-Wave die Nasdaq-Eröffnungsglocke. CEO Alan Baratz und das Managementteam nahmen an der Zeremonie teil. Bereits am 14. Juli hatte das Unternehmen den freiwilligen Wechsel angekündigt, wirksam nach Börsenschluss am 24. Juli, Handelsstart unter dem Ticker „QBTS“ am 27. Juli.
Die Rally hebt die Aktie über sieben Tage um 6,38 Prozent. Der Blick auf die vergangenen 30 Tage zeigt allerdings ein anderes Bild: Dort steht ein Minus von 22,10 Prozent. Die Aktie bleibt weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 38,48 Euro aus dem Oktober 2025.
Schwere Wochen vor der Kehrtwende
Der aktuelle Rebound folgt auf eine harte Phase. D-Wave verlor in den vier Wochen vor dem Börsenwechsel rund 32 Prozent, allein im Juli waren es etwa 29 Prozent. Die Bewegung reiht sich in eine breitere Volatilität bei Quantencomputing-Werten ein.
Jetzt richtet sich der Blick der Investoren nach vorn. D-Wave will die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 am Donnerstag, den 6. August, vor Börsenöffnung vorlegen. Eine Telefonkonferenz um 8:00 Uhr Eastern Time soll die Ergebnisse und den Geschäftsausblick erläutern.
Optionsmärkte preisen Berichten zufolge eine deutliche Kursbewegung rund um die Veröffentlichung ein. Das passt zur Ausgangslage: Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 71,30 Prozent, der RSI bei 40,9 signalisiert eine Aktie im neutralen bis leicht überverkauften Bereich.
CEO nennt den Wechsel einen Meilenstein
Baratz beschreibt den Börsenwechsel als mehr als reine Formalität. Das Unternehmen habe „kommerzielle Technologie, die messbaren Kundennutzen liefert“ sowie eine „differenzierte Gate-Model-Roadmap“ für den gesamten Quantencomputing-Markt, so der CEO. Der Wechsel zur Nasdaq eröffne „ein neues Kapitel“, in dem D-Wave seine „kommerzielle Dynamik beschleunigt und in die nächste Wachstumsphase eintritt“.
Der Wechsel folgt auf eine Phase mit Insider-Verkäufen. Baratz veräußerte am 14. Juli 52.320 Aktien. Es handelte sich um eine nicht-diskretionäre Sale-to-Cover-Transaktion zur Begleichung von Steuerverbindlichkeiten aus vestenden Restricted Stock Units, keinen freien Verkauf.
Die Zahlen müssen den Schwung bestätigen
Mit dem abgeschlossenen Nasdaq-Wechsel rückt der 6. August in den Mittelpunkt. Die Erwartungen sind hoch: Im ersten Quartal meldete D-Wave Rekord-Buchungen von 33,4 Millionen Dollar, ein Plus von fast 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ob sich dieses Tempo fortsetzt, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Angesichts der Historie scharfer Tagesausschläge und der Bewertung, die weit unter dem Oktoberhoch liegt, dürften die zwei Wochen bis zur Quartalsvorlage volatil bleiben.
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