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D-Wave Quantum Aktie: 100 Millionen Dollar vom Handelsministerium

D-Wave Quantum erhält 100 Mio. Dollar Förderung im Rahmen des CHIPS Act. Die Aktie steigt um 8,4 Prozent, Analysten sehen weiteres Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Regierung sagt 100 Mio. Dollar zu
  • Aktie steigt um 8,4 Prozent
  • Umsatzrückgang um 81 Prozent
  • Auftragseingang steigt auf 33,4 Mio. Dollar

Ein geplanter US-Finanzierungsschub gibt D-Wave Quantum neuen Auftrieb. Das Handelsministerium hat eine Absichtserklärung für ein Paket über 100 Millionen Dollar vorgelegt. Für die Quantenbranche ist das mehr als Fördergeld: Washington will sich strategisch positionieren.

Washington setzt auf Quantenchips

Das Paket läuft im Rahmen des CHIPS Act und gehört zu einer breiteren Initiative über 2 Milliarden Dollar. Die Mittel sollen das zweite Jahr des Microelectronics-Commons-Projekts stützen. Dort geht es um Fortschritte bei supraleitenden Qubits.

CEO Alan Baratz spricht von einem „transformativen Moment“ für das Unternehmen. Das ist hoch gegriffen, aber der politische Rückenwind ist real. Die US-Regierung plant bei Empfängern solcher Mittel auch Minderheitsbeteiligungen.

Damit bekommt D-Wave nicht nur Kapital in Aussicht. Der Konzern rückt näher an die strategischen Industrieziele der USA. Genau das erklärt die schnelle Reaktion an der Börse.

Aktie springt, Sektor zieht mit

An der New York Stock Exchange stieg die Aktie am Donnerstag zeitweise um 8,4 Prozent auf 29,79 Dollar. Im Tageshoch erreichte der Titel 30,22 Dollar. Der Schluss lag nahe diesem Niveau.

Das Handelsinteresse zog kräftig an. Rund 54,2 Millionen Aktien wechselten den Besitzer, etwa 69 Prozent mehr als im üblichen Tagesdurchschnitt von 31,9 Millionen.

Der Impuls blieb nicht auf D-Wave begrenzt. Auch andere Quantenwerte profitierten vom Signal aus Washington. Rigetti Computing gewann 8,3 Prozent, IonQ legte 6,7 Prozent zu, D-Wave kommt nun auf rund 11 Milliarden Dollar Börsenwert.

Auf Euro-Basis lag der Schlusskurs am Donnerstag bei 25,30 Euro. In den vergangenen 30 Tagen steht ein Plus von 61,71 Prozent, auf Zwölfmonatssicht beträgt der Zuwachs 71,88 Prozent.

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Zahlenbild bleibt gemischt

Die Euphorie trifft auf ein Geschäft, das noch weit von stabilen Umsätzen entfernt ist. Die Zahlen zum ersten Quartal 2026 fielen entsprechend zwiespältig aus.

Der Umsatz sank um rund 81 Prozent auf 2,86 Millionen Dollar. Damit blieb D-Wave unter den Analystenerwartungen von 4,19 Millionen Dollar. Das ist der wunde Punkt in der Story.

Beim Ergebnis schnitt das Unternehmen besser ab. Der Verlust je Aktie lag bei 0,05 Dollar, erwartet worden waren 0,08 Dollar Verlust. Das federt den schwachen Umsatz etwas ab.

Mehr Gewicht dürfte am Markt der Auftragseingang bekommen. Die Bookings erreichten 33,4 Millionen Dollar und lagen damit deutlich über dem Vorjahr. Für ein junges Hardware- und Quantenunternehmen ist dieser Wert oft aussagekräftiger als ein einzelnes Umsatzquartal.

Die Analysten bleiben gespalten, aber nicht ablehnend. Mizuho hält an „Outperform“ fest und setzt das Kursziel auf 29,00 Dollar. Rosenblatt bleibt bei „Buy“ mit einem Ziel von 43,00 Dollar.

Der Konsens aus 14 Analysten liegt bei 34,67 Dollar. Damit sieht der Markt noch Luft nach oben, verlangt aber auch Belege für den kommerziellen Fortschritt.

Am 1. Juni folgt der Investorentag an der New York Stock Exchange. Dort muss das Management seine technische Roadmap schärfen, vor allem den Ansatz mit Annealing-Systemen und Gate-Model-Quantencomputern.

Früher nannte D-Wave als Ziel 175 Qubits bis 2028. Bis 2030 sollen 10 logische Qubits folgen. Nach dem Kurssprung zählt nun, ob aus politischem Rückenwind ein belastbarer Technologie- und Umsatzpfad wird.

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Diskussion zu D-Wave Quantum

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.