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D-Wave Quantum Aktie: 100 logische Qubits bis 2032

D-Wave Quantum fokussiert sich auf fehlertolerante Quantencomputer bis 2032. Analysten sehen Kurspotenzial trotz hoher Volatilität.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Roadmap für fehlerfreie Quantencomputer
  • Aktie zeigt hohe Kursschwankungen
  • Analysten sehen Aufwärtspotenzial
  • US-Fördergelder in Millionenhöhe

Quantencomputer gelten als die Superrechner der Zukunft. Ein massives Problem bremst die Euphorie: Sie verrechnen sich ständig. Genau hier setzt D-Wave Quantum jetzt an. Der Pionier vollzieht einen radikalen Strategiewechsel. Weg von reiner Rechenpower, hin zu fehlerfreien Systemen. Das Ziel: ein fehlertoleranter Quantencomputer bis 2032.

An der Börse sorgt dieser Umbau für extreme Schwankungen. Die Aktie pendelt aktuell um die Marke von 20,19 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp 16 Prozent auf der Anzeigetafel. Die Volatilität liegt bei atemberaubenden 142 Prozent.

Ein Blick auf den langfristigen Chart zeigt ein differenzierteres Bild. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von 36 Prozent. Das Allzeithoch von 38,48 Euro aus dem vergangenen Oktober scheint dennoch weit entfernt.

Analysten bleiben optimistisch. Sie rufen ein durchschnittliches Kursziel von 31,49 Euro aus. Die neue Roadmap vom 1. Juni liefert dafür die technologische Basis. D-Wave plant ein System mit 100 logischen Qubits.

Diese Rechner sollen bis 2032 über eine Million Operationen fehlerfrei ausführen. Die Branche lernt gerade um. Rohe Mengen an physikalischen Qubits reichen für kommerzielle Anwendungen nicht aus. Zuverlässigkeit schlägt Quantität. D-Wave setzt dafür auf eine spezielle Dual-Rail-Architektur. Diese Technik erkennt Fehler direkt im Qubit während der Berechnung.

Das System soll rund 90 Prozent aller Fehler sofort identifizieren. Erste Tests zeigen eine Genauigkeit von 99,9 Prozent bei Zwei-Qubit-Operationen. Ein physikalischer Fehler tritt demnach nur einmal bei 1.000 Rechenschritten auf.

Noch in diesem Jahr will D-Wave ein System mit 17 physikalischen Qubits ausliefern. Diese Zwischenstufe soll die logische Fehlerrate im Vergleich zur physikalischen Rate halbieren. Der Konzern beweist damit, dass die theoretischen Konzepte in der Praxis funktionieren.

Für diesen Kraftakt kauft das Management massiv Know-how ein. Im Januar übernahm D-Wave das Startup Quantum Circuits. Dieser Zukauf beschleunigt die Entwicklung der neuen supraleitenden Qubits enorm. Auch die Politik erkennt die strategische Bedeutung. Die US-Regierung kündigte im Mai Fördergelder in Höhe von 100 Millionen US-Dollar an.

Der nächste Härtetest steht unmittelbar bevor. Am 18. Juni lädt D-Wave zur Nutzerkonferenz Qubits Europe nach London ein. Dort präsentiert das Management konkrete Fortschritte beim neuen Hardware-Design. Liefert D-Wave belastbare Daten zur Fehlerkorrektur, dürfte das Vertrauen der Investoren zurückkehren. Ein Scheitern auf dieser Bühne würde den ambitionierten Zeitplan massiv gefährden.

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