Im April katapultierte ein Vorstoß von Nvidia die Aktie von D-Wave Quantum massiv nach oben. Jetzt holt der Alltag das Unternehmen ein. Am 12. Mai präsentiert der Quantencomputer-Spezialist seine Zahlen für das erste Quartal 2026. Die Erwartungen der Wall Street fallen dabei erstaunlich gedämpft aus.
Der Nvidia-Effekt treibt den Kurs
Der jüngste Kurssprung von gut 40 Prozent geht auf das Konto von Nvidia. Der Chipkonzern stellte neue Open-Source-KI-Modelle namens Ising vor. Diese fungieren als eine Art Betriebssystem für Quantencomputer. Sie kalibrieren die fehleranfälligen Systeme und machen sie deutlich präziser.
D-Wave profitiert indirekt von dieser Entwicklung. Zuverlässigere Quantenrechner rücken den praktischen Einsatz der Technologie in greifbare Nähe. Anleger reagierten euphorisch auf diese Aussicht und kauften den gesamten Sektor nach oben.
Schwache Zahlen erwartet
Die anstehende Bilanz zeichnet ein anderes Bild. Analysten rechnen für das abgelaufene Quartal mit einem Umsatz von rund 4,1 Millionen US-Dollar. Der Verlust je Aktie soll bei zehn US-Cent liegen.
Im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete D-Wave noch 15 Millionen US-Dollar. Dieser scharfe Rückgang hat strukturelle Gründe. Der Verkauf teurer Hardware-Systeme verläuft extrem unregelmäßig. Die Folge: Ein abgeschlossener Deal bringt oft erst Monate später zählbare Einnahmen.
Genau deshalb blicken Experten auf ein anderes Detail. Die wiederkehrenden Einnahmen aus dem Cloud-Geschäft stehen im Fokus. Dieses Segment brachte zuletzt nur einen Bruchteil der Hardware-Erlöse ein. Abonnements sind für die langfristige Bewertung jedoch deutlich wertvoller.
Volatilität voraus
Das Management versprüht derweil Optimismus. Die Auftragseingänge im laufenden Jahr übertreffen bereits jetzt jedes bisherige Gesamtjahr. Die Vertriebspipeline wuchs im Jahresvergleich um gewaltige 1.500 Prozent.
Die Wall Street bleibt trotz der schwankenden Ergebnisse mehrheitlich bullisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 36 US-Dollar. Lediglich Northland Capital Markets mahnt mit einem Ziel von 22 US-Dollar zur Vorsicht.
Am 12. Mai müssen die nackten Zahlen überzeugen. Der Optionsmarkt rechnet nach der Veröffentlichung mit einem massiven Kursausschlag von rund 16 Prozent in beide Richtungen. Dann entscheidet sich, ob die gigantische Vertriebspipeline tatsächlich in messbare Umsätze mündet.
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