Innerhalb weniger Wochen hat D-Wave Quantum mehr Aufträge eingesammelt als im gesamten Geschäftsjahr 2025. Das klingt nach Durchbruch. Allerdings kämpft das Unternehmen weiter mit schwerem Cashburn — und die Aktie notiert weit unter ihrem Jahreshoch.
Buchungen übertreffen das Gesamtjahr 2025
Allein im Januar schloss D-Wave zwei große Deals ab: einen 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf an die Florida Atlantic University und einen zweijährigen QCaaS-Vertrag über 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Konzern. Zusammen mit weiteren Abschlüssen ergaben sich Buchungen von 32,8 Millionen Dollar — mehr als der gesamte Umsatz des Vorjahres.
Der lag bei 24,6 Millionen Dollar, immerhin 179 Prozent über dem Vorjahr. Die Bruttomarge war stark. Das Problem: Das Unternehmen verbrennt weiter erheblich Kapital, und die Einnahmen hängen stark von einzelnen Großaufträgen ab.
CEO sieht Quantencomputing als Antwort auf den KI-Energiehunger
CEO Alan Baratz nutzt die aktuelle Debatte um den Stromverbrauch von KI-Rechenzentren als Verkaufsargument. Ein D-Wave-System verbrauche nur rund 10 Kilowatt — ein Bruchteil dessen, was GPU-Cluster für vergleichbare Aufgaben benötigen.
Baratz geht noch weiter. Er behauptet, D-Wave habe seinen „ChatGPT-Moment“ bereits hinter sich. Quantencomputer des Unternehmens lösten bereits Probleme, die klassische Systeme schlicht nicht bewältigen könnten. Volkswagen und Lockheed Martin nutzen die Technologie laut Baratz bereits im Tagesgeschäft — für Personalplanung, Mobilfunknetze und pharmazeutische Lieferketten.
Akquisition beschleunigt Gate-Modell-Roadmap
Mit der Übernahme von Quantum Circuits Inc. erweitert D-Wave seine technologische Basis. Das Unternehmen entwickelte fehlerkorrigierte supraleitende Quantensysteme mit sogenannter Dual-Rail-Technologie. Damit lassen sich hochwertigere Qubits mit weniger Ressourcen bauen.
Das Ziel: noch 2026 das erste kommerzielle Gate-Modell-System auf den Markt bringen. D-Wave betreibt damit eine Zwei-Plattform-Strategie — Annealing-Systeme für den laufenden Betrieb, Gate-Modell-Systeme für die Zukunft. Die Nutzung der Advantage2-Systeme stieg zuletzt um 314 Prozent im Jahresvergleich.
Aktie weit unter Jahreshoch, Optionsmarkt bullish
Am 22. April schloss die D-Wave-Aktie bei 20,85 Dollar — ein moderates Plus gegenüber dem Tagestief. Das Handelsvolumen lag mit 26,3 Millionen Aktien deutlich unter dem Tagesdurchschnitt von 42,5 Millionen.
Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 46,75 Dollar, das Tief bei 6,17 Dollar. Der aktuelle Kurs spiegelt eine deutliche Erholung von den Jahrestiefs — aber auch einen langen Weg zurück nach oben. Im Optionsmarkt überwiegen Call-Käufe klar, was auf Erwartungen weiterer Kursgewinne hindeutet.
Die Kernfrage für Investoren bleibt dieselbe: Reichen Buchungswachstum und technologische Fortschritte aus, um die laufenden Verluste und die Abhängigkeit von Einzeldeals zu kompensieren, bevor das Kapital knapp wird? Die nächsten Quartale werden zeigen, ob aus den Pilotprojekten globaler Konzerne dauerhafter Umsatz wird — oder ob D-Wave weiter auf Großaufträge angewiesen bleibt, die unregelmäßig und unvorhersehbar fließen.
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