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D-Wave: Nettoverlust springt auf 18,4 Millionen

D-Wave erhält 100 Millionen Dollar aus staatlichem Förderprogramm. Der Aktienkurs steigt, doch operative Verluste und Aktienverwässerung belasten die Bilanz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 100 Millionen Dollar Staatsförderung erhalten
  • Aktienkurs steigt um über 50 Prozent
  • Umsatz bricht ein, Auftragseingang auf Rekordniveau
  • Insiderverkauf trübt positive Stimmung

D-Wave-Aktionäre blicken auf eine Woche voller Extreme zurück. Der Kurs schnellte um über 50 Prozent nach oben – getrieben durch die Zusage von 100 Millionen Dollar aus einem staatlichen Förderprogramm. Die Euphorie täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die fundamentale Lage angespannt bleibt.

Am Freitag notierte die Aktie bei 25,21 Euro, ein Tagesplus von 13,6 Prozent. Auf Wochensicht beträgt das Plus rund 44 Prozent. Der RSI liegt mit 47 im neutralen Bereich, das 52-Wochen-Hoch von 38,48 Euro ist rund 34 Prozent entfernt.

Staatlicher Segen mit Nebenwirkungen

Die US-Handelsbehörde NIST verteilt insgesamt 2 Milliarden Dollar an neun Unternehmen aus dem Quantencomputing-Sektor. D-Wave erhält 100 Millionen Dollar – im Gegenzug nimmt der Staat eine Minderheitsbeteiligung. TD Cowen zählt D-Wave zu den drei größten Gewinnern der Initiative, gemeinsam mit Rigetti Computing und GlobalFoundries.

Der Deal verschafft dem Unternehmen dringend benötigte Liquidität. D-Wave weist mit rund 553 Millionen Dollar eine solide Netto-Cash-Position aus, doch der operative Cash-Burn bleibt hoch. Parallel dazu sorgt die Finanzierung für neue Diskussionen: Die Zahl der ausgegebenen Aktien ist seit Beginn der KI-Revolution um 226 Prozent gestiegen.

Buchungsrekord trifft auf schwache Quartalszahlen

Die Bilanz des ersten Quartals 2026 zeigt ein widersprüchliches Bild. Der Umsatz brach von 15,0 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 2,86 Millionen Dollar ein, der Nettoverlust weitete sich von 5,4 auf 18,4 Millionen Dollar. Gleichzeitig vermeldete D-Wave mit 33,4 Millionen Dollar einen Rekordwert bei den Auftragseingängen – angetrieben durch einen Systemverkauf über 20 Millionen Dollar und eine zehn Millionen schwere Unternehmensvereinbarung.

Die Übernahme von Quantum Circuits wurde im Quartal integriert. D-Wave bietet nun sowohl Annealing- als auch Gate-Model-Quantencomputer an. Die Bruttomarge sank jedoch von 92,5 auf 63,6 Prozent – Folge von Integrationskosten und Verschiebungen in der Umsatzrealisierung.

Insiderverkauf und Terminplan

Am 20. Mai verkaufte die Personalvorständin Sophie Ames 23.025 Aktien über einen vorab festgelegten 10b5-1-Plan. Solche Verkäufe sind nicht ungewöhnlich, trüben das Sentiment aber zusätzlich.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,17 Dollar, die Spanne reicht von 19,58 bis 45 Dollar. Dreizehn Analysten raten zum Kauf, keiner zum Verkauf.

Der für den 1. Juni angesetzte Investorentag unter dem Motto „The D-Wave Difference“ dürfte für weitere Impulse sorgen. Zudem ist das Management auf Konferenzen von TD Cowen (28. Mai), Baird (3. Juni) und Rosenblatt (10. Juni) vertreten.

Der Investorentag ist der nächste Lackmustest für das Unternehmen. Gelingt es D-Wave, die Lücke zwischen explodierenden Buchungen und gedrückten Umsätzen zu schließen, könnte die Aktie weiter zulegen. Bleiben die Zweifel an der Kapitaldisziplin bestehen, droht eine erneute Korrektur.

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