Volle Auftragsbücher, aber leere Kassen im abgelaufenen Quartal. Bei D-Wave Quantum klaffen Zukunft und Gegenwart aktuell weit auseinander. Das Quantencomputing-Unternehmen meldet für das erste Jahresviertel 2026 einen massiven Umsatzrückgang. Parallel dazu explodiert das Auftragsvolumen auf einen neuen Höchststand.
Fehlende Großaufträge belasten
Zwischen Januar und März erwirtschaftete der Konzern lediglich 2,9 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 81 Prozent zum Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld mit über vier Millionen Dollar gerechnet.
Das fehlende Puzzleteil ist ein einzelner Systemverkauf. Im Vorjahreszeitraum brachte ein solcher Deal noch hohe Millionenbeträge ein. Diesmal blieb ein vergleichbarer Abschluss aus.
Im Gegenzug sichert sich D-Wave lukrative Neuverträge. Die Auftragseingänge stiegen auf einen Rekordwert von 33,4 Millionen Dollar. Den Löwenanteil liefert die Florida Atlantic University mit einem 20-Millionen-Dollar-Kauf. Unter dem Strich fiel der Nettoverlust mit 18,4 Millionen Dollar geringer aus als befürchtet.
Analysten passen Kursziele an
Marktbeobachter werten diese Entwicklung differenziert. Langfristiges Potenzial steht hier kurzfristigen Umsatzlücken gegenüber. Mehrere Investmentbanken überprüfen daher ihre Modelle.
Mizuho, Canaccord Genuity und Evercore ISI senken ihre Kursziele. Sie sehen den fairen Wert der Aktie nun zwischen 29 und 41 Dollar. Cantor Fitzgerald bestätigt indes sein bisheriges Ziel von 40 Dollar. Alle Häuser raten weiterhin zum Kauf.
Anleger reagieren nervös auf diese gemischten Signale. Das spiegelt sich deutlich im aktuellen Kursverlauf wider.
Gestern schloss das Papier bei 18,29 Euro. Auf Sicht eines Monats steht ein sattes Plus von 27 Prozent auf der Kurstafel. Seit Jahresbeginn verbuchen Investoren allerdings zweistellige Verluste. Die Volatilität bleibt extrem hoch.
Neue Strategie und volle Kassen
Operativ baut D-Wave sein Geschäftsmodell um. Nach der Übernahme von Quantum Circuits positioniert sich der Konzern als Dual-Plattform-Anbieter. Finanziell ist dieser Weg gut abgesichert. Die Barreserven verdoppelten sich nahezu auf 588 Millionen Dollar.
Weitere Details zur neuen Strategie liefert das Management in Kürze. Am 1. Juni lädt D-Wave zum Analystentag nach New York. Dort präsentiert der Vorstand den konkreten Fahrplan für die Vermarktung.
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