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D-Wave: 81 Prozent Umsatzrückgang im Q1

D-Wave Quantum verzeichnet einen massiven Umsatzrückgang, während die Neubestellungen einen Rekordwert erreichen. Die Aktie zeigt sich volatil.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erlöse schrumpfen um 81 Prozent
  • Neubestellungen erreichen Rekordhoch
  • Nettoverlust steigt auf 18,4 Millionen Dollar
  • Aktienkurs zeigt hohe Schwankungen

D-Wave Quantum liefert zum Jahresauftakt 2026 ein extrem widersprüchliches Zahlenwerk. Stark schrumpfende Erlöse treffen auf explodierende Neubestellungen. Am Markt sorgt dieser fundamentale Spagat für erhebliche Nervosität.

Im ersten Quartal fielen die Erlöse um 81 Prozent auf 2,9 Millionen US-Dollar. Der Rückgang geht primär auf einen fehlenden Einmaleffekt zurück, da im Vorjahreszeitraum ein lukrativer Systemverkauf die Kassen gefüllt hatte. Unter dem Strich verbuchte der Quantencomputer-Spezialist einen Nettoverlust von 18,4 Millionen Dollar.

Das Minus fiel damit deutlich höher aus als im Vorjahr. Ein wesentlicher Treiber für die roten Zahlen sind gestiegene Betriebsausgaben. Die Übernahme und Integration von Quantum Circuits Inc. belastet die Bilanz schwer. Strategisch positioniert sich D-Wave durch diesen Zukauf nun breiter und bietet sowohl Annealing- als auch Gate-Model-Systeme an.

Rekordaufträge und Kapitalbedarf

Ein völlig anderes Bild zeigt das Orderbuch. Die Neubestellungen schossen auf den Rekordwert von 33,4 Millionen Dollar nach oben. Den Löwenanteil machen ein Systemkauf der Florida Atlantic University für 20 Millionen Dollar sowie ein Service-Vertrag mit einem Fortune-100-Unternehmen aus.

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Die liquiden Mittel sanken derweil auf rund 338 Millionen Dollar, maßgeblich bedingt durch den Mittelabfluss für die jüngste Übernahme. Hinzu kommt eine massive Ausweitung der Aktienanzahl um fast 226 Prozent seit Beginn des KI-Booms. Investoren bewerten diese anhaltende Verwässerung zunehmend kritisch.

Hohe Volatilität prägt das Kursbild

Auf die Quartalszahlen reagierte der Markt am Montag zunächst mit einem deutlichen Kursrutsch. Bis Mitte der Woche erholte sich die Aktie leicht auf 16,00 Euro. Auf Jahressicht steht dennoch ein Minus von rund 33 Prozent auf der Kurstafel.

Bei einer annualisierten Volatilität von über 112 Prozent bleibt das Papier ein hochriskantes Terrain. Die operative Hürde für die kommenden Monate steht fest: D-Wave muss beweisen, dass sich das Rekord-Orderbuch zügig in erfassten Umsatz verwandeln lässt.

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Diskussion zu D-Wave Quantum

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.